Markus Lenz

Frankfurt am Main

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Herzlich Willkommen auf der Internetseite von Markus Lenz aus Frankfurt am Main. Auf den vorliegenden Seiten möchte ich Ihnen Einblicke in mein „Privatleben“ gestatten, Sie über mein Engagement im Internet informieren, Ihnen Informationen über meine Passionen und Leidenschaften vermitteln sowie über meine Publikationen und Bücher berichten.


The only difference between men and boys is basically the price of their toys

The only difference between men and boys is basically the price of their toys


Eine Kindheit mit dem Commodore 64

Als mir meine Eltern in den 1980’er Jahren einen gebrauchten KOSMOS-Elektronik-Baukasten schenkten, wurde mein Interesse für alles Elektrische geweckt. Ich experimentierte mit Transistoren, lernte die Farbtabellen von Widerständen auswendig und lötete kleine Platinen mit integrierten Schaltkreisen zusammen. Im Laufe der Zeit wuchs mein Interesse an allem „Elektrischen“ und ging über zu allem „Elektronischen“. So stand schließlich bald der gute „Commodore 64“ in meinem Kinderzimmer; für mich war es unbegreiflich, aber zugleich herausfordernd, welche ungeahnten Möglichkeiten mit diesem 8-Bit-Computer mit lediglich 64 KB Arbeitsspeicher realisiert werden konnten.

Freilich war ich nicht davor gefeit, mich vor der unendlichen Vielfalt der C64-Computerspiele entziehen zu können, so dass ich gemeinsam mit meinem Vater das von der Firma „Epyx Computer Software“ im Jahre 1984 entwickelte Spiel „Summer Games“ mehrfach durchspielte. Doch während sich meine Schulkameraden vorwiegend mit Videospielen beschäftigten, rüstete ich meinen C64 mit Speichererweiterungen und der von mir favorisierten Software der Firma „Scanntronik“ aus Zorneding bei München auf. Während andere mit dem Commodore 128, Amiga und Atari arbeiteten, tippte ich fleißig die in der „Zeitschrift 64’er abgedruckten Maschinensprachecodes ab, um Kurzprogramme und/oder Programmfunktionen unter der Programmiersprache „Basic“ sowie „Commodore Logo“ zu realisieren.

Nicht nur die Textverarbeitung, sondern insbesondere auch die elektronische Bildverarbeitung, die mit dem Commodore durchaus möglich war, hatte es mir seinerzeit sehr angetan. So fielen schließlich meine Geburtstags-, Weihnachts- und Ostergeschenke sprichwörtlich auf einen Tag, so dass Ende der 1980’er Jahre der erste „Personal Computer“ in mein Kinderzimmer einzog. Ich war stolzer Besitzer eines IBM PC mit „sagenhaften“ 1.024 MB Arbeitsspeicher und einem 286’er Prozessor. Nach ersten Berührungsängsten mit dem Betriebssystem „MS DOS“ (Microsoft Disk Operating System) gewöhnte ich mich an die PC-Welt und arbeitete seit Anfang 1993 mit Bill Gates‘ Betriebssystem „Windows 3.1“. Flachbett-Graustufen-Scanner und spätere Farbscanner führten schließlich dazu, dass ich den Umgang mit den von der Firma „Aldus Corporation“ entwickelten Programmen „PageMaker“ und „PhotoStyler“ erlernte. Dies waren die ersten Desktop-Publishing- bzw. Bildbearbeitungsprogramme. Nach dem Zusammenschluß von „Aldus“ und „Adobe“ im Jahre 1994 wurde die Szene schließlich von Adobe’s „Photoshop“ beflügelt, der bis heute marktführenden Software für die elektronische Bildbearbeitung. Also lernte ich das „Photoshoppen“.


Ein „großes“ Kleingewerbe

Doch nicht nur das Einzelbild, sondern auch das Bewegtbild hatte es mir angetan. So experimentierte ich mit der elterlichen Videokamera und erstellte kleine Trickfilme mit Spielzeugautos und Knetfiguren. Da beim Schnitt mit analoger Videotechnik („linear“) jedoch mindestens immer eine qualitativ schlechtere Kopie generiert werden mußte, fand sich in der digitalen Videobearbeitung („non-linear“) die Lösung all „meiner“ Videoschnitt-Probleme. In Frankfurt am Main war ich zu Beginn der 1990’er Jahre wohl einer der ersten Nutzer der berühmten „Video-Machine“ der deutschen Firma „Fast Multimedia AG“ (zuvor „Fast Electronic GmbH“). Das Unternehmen mit Sitz in München hatte zunächst nur ein Schnittsteuergerät für analoge Videorecorder entwickelt, das sich über „Windows 3.1“ bedienen ließ. Später wurden PC-Karten produziert, mit denen Videosignale digitalisiert, auf der Festplatte gespeichert und darüber hinaus mit anderen digitalen Videosignalen gemischt werden konnten. Für die damalige Zeit war das eine absolut professionelle, digitale Videobearbeitung, die schlußendlich ein sogenanntes „sendefähiges“ Videomaterial erzeugen konnte.

Diese ganze Technik hatte allerdings auch ihren nicht unerheblichen Preis. Mein damaliger Schüler-Job reichte bei weitem nicht aus, stets neue Rechner, neue Videofestplatten sowie neue Videoschnitt-Software zu finanzieren. So entschloß ich mich als Abiturient, mein Wissen und mein Video-Equipment gewerblich anzubieten. Für viele namhafte Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet, darunter die damalige Hoechst AG, Aventis, Fuji Machine, etc. produzierte ich mit meinem „großen“ Kleingewerbe klassische Industriefilme, Imagefilme, Messevideos und Werbefilme.

Das mit Videoproduktionen verdiente Geld sorgte schließlich auch für die nächsten Weichenstellung in meinem Leben: Ich war fähig, Video-, Fernseh- und Spiegelreflexkameras sowie Computer und Anwendungsprogramme zu bedienen, aber gänzlich unfähig, einen kaufmännischen Jahresabschluß anzufertigen - geschweige denn, einen kaufmännischen Gewerbebetrieb zu führen.


Studium- und Berufsausbildung

Nach dem Abitur lag mir mit „Großem Latinum“ und gutem „Numerus Clausus“ in der Tasche jeder berufliche Ausbildungsweg zu Füßen. Eine kaufmännische Ausbildung, naheliegend wäre in Frankfurt am Main die Ausbildung zum Bankkaufmann gewesen, war mir inhaltlich zu wenig. Ein Studium der Elektrotechnik war mir zu trocken und das Informatik-Studium steckte im Jahre 1995 noch in den Kinderschuhen, zumal damals nur die wenigstens etwas vom „Internet“ gehört hatten. Als Zahnarzt fremden Leuten im Mund „herumzufummeln“ oder mein Dasein als Arzt zu fristen und dabei vom deutschen Gesundheits- und Kassenabrechnungssystem gebeutelt zu werden, fand auch nicht wirklich mein Interesse, so dass ich mich für das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Frankfurt am Main entschied.

Während ich das Grundstudium in Frankfurt am Main verbrachte und meinen Gewerbebetrieb erfolgreich fortführte, wuchs mein Begehren, auch ein oder zwei Auslandssemester zu belegen. Diesen Wunsch konnte ich mir jedoch nicht erfüllen, denn als Werkstudent bei der Firma „Conceptware Consult AG“ mit Sitz in Eschborn war ich unabkömmlich geworden, schließlich lernte ich dort den Umgang mit Datenbanken (Access, SQL und anderen Datenbanksprachen), programmierte in HTML und Java-Script Internetportale und war in das Projektmanagement vieler Firmenkunden zur Definition von Datenstrukturen in relationalen Datenbanken sowie zum Management von Datenbeständen eingebunden.

Da ich an der Universität Frankfurt am Main mehr „Arbeitssemester“ als „Studiensemester“ absolvierte und ein Studienaufenthalt im Ausland zu teuer war, wechselte ich für das Hauptstudium der Wirtschaftswissenschaften ins idyllische Marburg an der Lahn. An der Universität Marburg lernte ich mit viel Freude erst wirklich die Wissenschaft kennen und fühlte mich von den Disziplinen „Strategisches Management“, „Bankbetriebslehre“ und „Wirtschaftsgeschichte“ angezogen. Und sogar das, was in meinem Kinderzimmer begann, nämlich das Interesse an der Informatik, konnte ich in Marburg als langjähriger Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik fortführen.

Nach erfolgreichem Studienabschluß lehnte ich die mir angebotene Stelle der PWC Unternehmensberatungsgesellschaft ab, da es mich nach wie vor ins Ausland zog. Ich übernahm eine Stabsstelle in der Geschäftsführung eines mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauunternehmens, denn dort konnte ich im Rahmen des Projektmanagements für den Großanlagenbau sogleich mit vielen internationalen Kunden in Kontakt treten, war u.a. in Südkorea stationiert und eignete mir Ingenieurswissen im Bereich der Verfahrenstechnik an. Dass sich aus diesem mittlerweile 30-jährigem Erfahrungswissen zahlreiche berufliche Tätigkeiten ergeben haben, ich als externer Berater für Anwendungen im „Data Mining“ sowie im Bereich des strategischen Managements digitaler Medien tätig bin, soll jedoch nicht mehr zu den einleitend erwähnten Einblicken in mein „Privatleben“ auf dieser Internetseite gehören.


Den Verkehrsstau auf der Autobahn mit dem Flugzeug umgehen

Mein durch Neugierde angetriebenes Interesse an der Photographie sowie Videographie führten mich - gepaart mit der Verzweiflung oder dem Verdruß, mit dem Auto immer und überall im Stau stehen zu müssen - zur Fliegerei. Konkret führte es zur Lizenz für Privat- und Sportpiloten mit der Berechtigung, einmotorige Luftfahrzeuge unter Sichtflugregeln führen zu dürfen (PPL/SPL). Eigentlich war es ursprünglich nur der Wunsch, ohne Stau von A nach B zu kommen, doch daraus ist die Leidenschaft entstanden, unsere Welt „von oben“ zu erleben und mit der Kamera zu dokumentieren. Nicht zuletzt ist die Fliegerei auch immer wieder eine Herausforderung, unsere Natur nach physikalischen und aerodynamischen Gesetzmäßigkeiten zu beherrschen.


Motorflug mit der P92 Echo Light

Motorflug mit der P92 Echo Light


Der Vergleich zwischen „Strategischem Management“ auf der einen Seite und „Navigation“ auf der anderen Seite mag auf den ersten Blick weit hergeholt erscheinen. Doch das flugtechnische Ziel, von einem Punkt via Luftlinie zu einem anderen Punkt zu gelangen, dabei sämtliche Umwelteinflüsse so gut wie möglich zu antizipieren, Steuerkurs und Kompaßkurs abzugleichen, Tank- und Ladevolumen zu berücksichtigen, geographische wie meteorologische Einflußgrößen einzukalkulieren und Seitenwinde bei der Landung mit dem eigenen Können zu meistern, lassen durchaus Parallelen zum betriebswirtschaftlichen Management erkennen. Doch ganz abgesehen von diesem akademisch klingenden Vergleich, bereitet mir das Fliegen auf unterschiedlichen Luftfahrzeugmustern unheimlich viel Freude.


Auf luftiger Höhe in die Tiefen deutscher Bibliotheksarchive

Während ich als Flugschüler meine Platzrunden drehte oder Dreiecksflüge absolvierte, stellte sich mir immer wieder die Frage, wie sich die Flugpioniere im letzten Jahrhundert am Himmel orientiert haben. Während die aktuelle Ausgabe einer Luftfahrtkarte grundsätzlich an Bord mitzuführen ist, Steuer- und Kompaßkurs mittlerweile über GPS-Empfänger angezeigt und via Autopilot korrigiert werden, hatten die Pioniere, wie etwa Wilbur und Orville Wright, Gustav Weißkopf, Alberto Santos Dumont, August Euler, Louis Blériot oder Hans Grade, keinerlei navigatorischen Hilfsmittel.

Das erlernte Grundwissen auf der Universität in der Disziplin „Wirtschaftsgeschichte“, wie ein Historiker zu arbeiten hat, kam mir zur Hilfe, so dass ich sämtliche deutschen Bibliothekskataloge nach alten Luftfahrtkarten und Flughandbüchern recherchierte. Die gesamte Luftfahrtgeschichte, abgesehen von der Luftfahrttechnik, wurde - historisch gesehen - absolut stiefmütterlich behandelt. Die Errungenschaften des Hauptmanns Hermann Wilhelm Ludwig Moedebeck, der als geistiger Vater der später international normierten Luftfahrtkarten gilt, ist in der deutschsprachigen Literatur nur mangelhaft berücksichtigt. In Bibliotheks- und Universitätsarchiven sind Unterlagen zur Luftfahrt, zur Flugnavigation sowie zur Flugsicherung entweder gar nicht oder völlig falsch indiziert.

Gemeinsam mit einem mittlerweile im Ruhestand befindlichen Fluglotsen, Herrn Frank W. Fischer, machte ich mir ans Werk. Wir schufen das Internetportal „Digitale Luftfahrt Bibliothek“, eine im deutschen Internet einmalige Anlaufstelle für längst verschollene und - aufgrund des Alters der Autoren - urheberrechtsfreie Literaturbasis zur Luftfahrt. Darüber hinaus ist die mittlerweile mehrere Bände umfassende Buchreihe „Geschichte der Flugsicherung“ unter der Herausgeberschaft der „International Advisory Group Air Navigation Services“ (ANSA) entstanden. ANSA ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) von Luftfahrtexperten mit Sitz in der Schweiz, die bereits im Jahre 1967 unter dem Namen „Studiengemeinschaft für Flugsicherung“ gegründet wurde. Gründer und Vorsitzender der ANSA ist Herr Frank W. Fischer, wobei Herr Markus Lenz sein Stellvertreter und Prokurist ist. Parallel zur deutschen Ausgabe der „Digitale Luftfahrt Bibliothek“ ist zudem die englischsprachige „Digital Aviation Library“ entstanden.

Sprichwörtlich beflügelt von der Forschung nach frühen Luftfahrtorganisationen, von der in den 1920’er Jahren aufgekommenen kommerziellen Luftfahrt und von den leider enorm vorhandenen Wissenslücken sowie fehlenden Literaturressourcen schuf ich das Internetportal „Volaticum“, worüber die einst von Oskar Ursinus herausgegebene Fachzeitschrift „Flugsport“ kostenlos als Volltext eingesehen werden kann. Diese Zeitschrift war im Zeitraum von 1909 bis 1944 das illustrierte, flugtechnische Journal für das gesamte Flugwesen im Inland und Ausland. Mehr als 50.000 Einzelseiten wurden - übrigens ohne Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder anderer Institutionen - digitalisiert und via Text- und Bilderkennungssoftware in ein internetfähiges Format konvertiert.


Privatpilot und Luftbildphotograph

Nicht nur die Fliegerei ist schön, sondern auch unsere Welt - noch schöner ist sie freilich aus der Vogelperspektive! Um diese Schönheit vielen Menschen zugänglich zu machen, konzentrierte ich mich auf die Luftbildphotographie. Ausgerüstet mit einer digitalen Spiegelreflexkamera und Objektiven mit großer Brennweite und enormer Lichtstärke erstellte ich während meiner Zeit als Flugschüler zahlreiche Luftbildaufnahmen von Hessen und veröffentlichte diese auf einer eigenen Internetseite. Ob der großen Reichweite meiner Luftbilder ist der hessische Landesverband des Deutschen Aero Club e.V. (DAeC) auf mich aufmerksam geworden und bot mir die ehrenamtliche Stelle des Pressereferenten für den Hessischen Luftsportbund e.V. an, die ich berufsbegleitend ausführte. Mein Wissen über das Management großer Datenbestände - in diesem Fall das „Handling“ mit persönlichen Daten von weit über 30.000 Luftsportlern in mehr als 200 Mitgliedsvereinen und der elektronische Versand eines Nachrichtenmagazins - führte dazu, dass in Zusammenarbeit mit den Luftsportlandesverbänden Luftsportverband Rheinland-Pfalz e.V. und Aero Club Saar e.V. die Publikation „Luftsportdepesche“ von 2008 bis 2014 erschienen ist. Alle Ausgaben dieses elektronischen Nachrichtenmagazins, das unter der ISSN 1869-8603 erschienen ist, können im Langzeitarchiv der Deutschen Nationalbibliothek eingesehen werden.

Die Sportfliegerei, also das Wetteifern mit anderen Piloten bei Flugwettbewerben, hat mich nie interessiert. Die fliegerische Herausforderung sah und sehe ich in der Navigation, in der Bewältigung neuer geographischer und meteorologischer Gegebenheiten sowie in der Luftbildphotographie. So kam es, dass ich meine Urlaube und Reiseziele vornehmlich danach ausrichtete, wo ich ein Flugzeug chartern und als „Quasi-Abenteurer“ die dortige Welt entdecken kann.

Nachdem ich genügend Flugstunden beim sogenannten „Insel-Hopping“ entlang der ostfriesischen Inseln gesammelt hatte, von der Nordsee via Sylt und Flensburg zur Ostsee und zur Insel Fehmarn geflogen bin, landete ich buchstäblich auf der spanischen Insel Mallorca. Dort bin ich seit dem Jahre 2014 Mitglied im „Aeroclub Aviación en las Aulas“ und habe in unzählig vielen Flugstunden die gesamte Insel beflogen sowie weit über 4.500 Luftbilder erstellt. Weil Fliegerei und Luftbilder jedoch nur ein Hobby sind, hat es einige Zeit gedauert, die vielen Photos auszuwerten, so dass ich nur mit erheblicher Zeitverzögerung dazu komme, meinen mallorquinischen Luftbildbestand auszuwerten bzw. zu publizieren. Verfügbar ist seit dem Sommer 2019 der erste Band des Buches „Mallorca: Eine Luftbildreise im Tiefflug quer über die Insel“, der eine photographische Dokumentation der beliebten Urlaubsinsel mit 222 Luftbildern enthält.


Mallorca: Eine Luftbildreise im Tiefflug quer über die Insel: Eine photographische Dokumentation mit 222 Luftbildern (Luftbilder von Mallorca, Band 1)

Buch „Luftbilder von Mallorca“ (ISBN: 978-1-0866-5347-2)


Meine Luftbilder sind ebenso in Tageszeitungen abgedruckt worden, so etwa eine Luftbildserie des Rhein-Main-Gebietes in der Zeitung „Frankfurter Neuen Presse“, Luftaufnahmen vom Fuldaer Dom in der Zeitung „Kasseler Sonntagsblatt“, eine Übersicht unbekannter Küsten und Badebuchten der Balearen in der „Mallorca Zeitung“ oder eine Bildergalerie vom „ausgetrockneten“ Edersee in der Zeitung „Hessische Niedersächsische Allgemeine“.

Was aus der Luft gut funktioniert, klappt bezüglich der Photographie am Boden ebensogut. Daher habe ich als Sohn und Enkelsohn eines Eisenbahners auch die berühmte Schmalspurbahn „Ferrocarril de Sóller“ sowie die Straßenbahn „Tranvía de Sóller“ abgelichtet. Entstanden ist eine photographische Streckendokumentation zwischen Palma de Mallorca und Port de Sóller. Ein Buch, das nicht nur in deutscher, sondern auch in französischer sowie englischer Sprache publiziert worden ist.


Eisenbahn und Straßenbahn von Mallorca: Ferrocarril und Tranvía de Sóller

Buch „Eisenbahn auf Mallorca“ (ISBN: 978-1-0999-3396-7)


Erforschung geheimer Flugmissionen im Zweiten Weltkrieg

Insbesondere Luftbilder beinhalten einen besonderen Charme und naturgemäß eine außergewöhnliche Perspektive. Auch hier überkam mich meine quasi historische Wißbegierde, weil ich sehen wollte, wie bestimmte Orte nicht nur aus der Luft, sondern auch zu unterschiedlichen Aufnahmezeitpunkten ausgehen haben. Über meine Recherchen zur zivilen sowie insbesondere zur militärischen Luftfahrt bin ich über geheime Militäroperationen der US-amerikanischen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg „gestolpert“. Eine dieser Missionen war die sogenannte „Trolley Mission“. Dies war eine Flugmission der US-amerikanischen Luftwaffe im Mai 1945, die im Angloamerikanischen auch als „Low Level Tour“ oder „Low Level Mission“ bzw. im Angelsächsischen als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Vom 7. Mai 1945 bis zum 12. Mai 1945 sind Luftbilder erstellt worden, auf denen deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg - sprichwörtlich zur „Stunde Null“ - zu sehen sind.

Mehr als 70 Jahre später habe ich Luftaufnahmen der „Trolley Mission“ weltweit recherchiert, bei amerikanischen sowie britischen Veteranenvereinigungen gesammelt und analysiert. In meiner zeitaufwendigen Recherche fand ich in den Vereinigten Staaten von Amerika Veteranen, Familienmitglieder sowie Hinterbliebene von verstorbenen Piloten der US Air Force, die noch Originalfotos und Negative dieser Flugmission besaßen. Ich habe diese Luftaufnahmen gekauft und damit eine exklusive Nutzungslizenz erhalten. So entstanden mehrere Bücher und Aufsätze, um diese sechs Tage im Mai 1945 aus luftfahrthistorischer sowie flugnavigatorischer Perspektive zu interpretieren. Weitere Artikel wurden in Zusammenarbeit mit der „392. Bomb Group Memorial Association“ veröffentlicht. Zudem habe ich ein Internetportal in deutscher, englischer, französischer sowie niederländischer Sprache programmiert, worüber alle Luftbilder aus dem Mai 1945 kostenlos angesehen werden können. Sehen Sie sich bei Interesse bitte auch die historischen sowie nachkolorierten Luftbilder von Bielefeld, Braunschweig, Dortmund, Duisburg, Hamburg, Hannover, Münster und Salzgitter (Drütte) im sogenannten „Megapixel“-Format an.


Internetportal Trolley Mission 1945

www.trolley-mission.de


E-Book Trolley Mission: Aerial Pictures and Photographs of Germany, 24 hours after World War II

E-Book „Trolley Mission“ (ISBN: 978-1-3109-7603-2)


Das Mysterium YouTube

Meine Vorliebe zum Bewegtbild sollte allerdings auch in der Fliegerei nicht zu kurz kommen, so dass ich mein Flugzeug sowohl im Cockpit als auch innerhalb der Tragflächen mit sogenannten „Fingerkameras“ oder „Bullet-Cameras“ ausstatte, um Flüge an die Nordsee und Ostsee zu dokumentieren. Anfangs gab es noch keine „Action Cameras“, so dass auf dem Passagiersitz Videorecorder mit Funkstrecken zu den einzelnen Kameras positioniert waren; erst später kamen die kleinen, kompakten „GoPro Kameras“ auf den Markt. Mit mehreren Photo- und Videokameras - verknüpft über einen Audiorekorder am Funkgerät - konnte ich für Freunde, Fliegerkameraden und Interessierte beispielsweise das gesamte Anflugverfahren zum Flugplatz Koblenz (EDRK) dokumentieren.

Während ich auf meiner Internetseite über die Ausbildung zum Privatpiloten für Motorflugzeuge berichtete und in Aufsätzen technische Fragen erörterte, wie man Kameras im Flug verwenden kann, beispielsweise im Cockpit oder unmittelbar am Leitwerk, stellte sich die Frage, wo die dazugehörigen Videofilme kostenlos veröffentlicht und präsentiert werden können. Heute weiß jeder Grundschüler, dass „YouTube“ die beste Plattform im Internet ist, um Videofilme zu publizieren; doch vor 14 Jahren war „YouTube“ in Deutschland noch ein relativ unbekanntes Medium. Ich gründete einen YouTube-Kanal und gab mir den Namen „Pennula“. Für diese Bezeichnung hatte ich mich entschieden, weil das Wort „Pennula“ aus dem Lateinischen stammt und sich im übertragenen Sinne mit „Flügelchen“ übersetzen läßt; es ist der Diminutiv, also die Verniedlichungs- bzw. Verkleinerungsform, von „Flügel“ bzw. „kleiner Flügel“.

Stolz präsentierte ich im Jahre 2007 meine ersten fliegerischen Abenteuer als „Videoclips“ bei YouTube. Es folgten weitere „Fliegerfilme“, produziert mit drei Kameras, darunter zwei Außenkameras, und Mitschnitt des originalen Sprechfunks bzw. Flugfunks, darunter beispielsweise das Anflugverfahren zum Siegerland Flughafen (EDGS) oder der erste Rundflug an die Nordsee über die ostfriesischen Inseln. Diese Videofilme, die ich mit viel Aufwand und Passion zur Fliegerei geschnitten, nachvertont und bearbeitet habe, generierten bei YouTube Zugriffszahlen zwischen 500 und 1.200 Aufrufe. Für mich war absolut faszinierend, dass meine Videofilme über die Fliegerei damals von so vielen Leuten angeschaut wurden.


YouTube: Anflugverfahren zum Flugplatz Koblenz (EDRK)

YouTube: Anflugverfahren zum Flugplatz Koblenz (EDRK)


Doch mein Engagement bei YouTube sollte sich gänzlich anders entwickeln: Weil die Fliegerei stets eine traurige Unterbrechung erfährt, nämlich im Herbst und im Winter, wenn es draußen einfach zu dunkel, zu regnerisch und zu stürmisch zum Fliegen ist, entschied ich mich in dieser fliegerischen Zwangspause dazu, kleine Modellautos im Makrobereich zu fotografieren und zu filmen, um neue Camcorder und Videokameras auszuprobieren. Anzumerken bleibt, dass es freilich auch im Winter sonnige Tage zum Fliegen gibt und dass Sport- und Motorflugzeuge im Cockpit auch über eine Heizung verfügen. Aber Luftbilder lassen sich nun einmal am besten im Sommer bei wenig Bewölkung und klarem Sonnenlicht erstellen.

Weil sich jedoch die kleinen Modellautos nicht bewegten, weil es nun einmal Standmodelle bzw. Spielzeugautos sind, suchte ich nach einer neuen Herausforderung. Ich fand diese schließlich bei Modelleisenbahnanlagen, weil Lokomotiven, Züge, kleine Details und Landschaften vornehmlich im Maßstab 1/87, immer wieder nach neuen Kameraeinstellungen verlangen. Die beste Adresse, um Modelleisenbahnen zu filmen, ist in Deutschland mitunter das „Miniatur Wunderland“ in Hamburg. So unternahm ich eine Reise ins „Miniatur Wunderland“, um eigentlich nur meine neue Videokamera auszuprobieren und sich bewegende Objekte im Makrobereich optimal zu filmen.

Auf die Bitte eines Freundes, der mich ins „Miniatur Wunderland“ begleitet hatte, ihm eine VHS-Kassette oder DVD meiner Videoaufnahmen zu übersenden, entgegnete ich, dass ich mir doch keine sündhaft teure, hochwertige Full-HD-Videokamera gekauft habe, um dann Videofilme in einer schlechteren VHS- bzw. DVD-Qualität zu produzieren. Da die Videoaufnahmen mehrere Gigabyte an Datenvolumen umfaßten, blieb letztlich nur YouTube als Plattform übrig. Nachdem ich die Genehmigung vom „Miniatur Wunderland“ zur Veröffentlichung erhalten hatte, stellte ich am 19. September 2011 den ersten Modellbahnfilm von „Pennula“ mit einer Länge von 17 Minuten und 43 Sekunden vor. Da alle bislang in meinem YouTube-Kanal Videofilme über die Fliegerei mit dem Wasserzeichen „Pennula“ versehen waren, wurde auch im ersten Modellbahnfilm der Schriftzug „Pennula“ als Marke eingeblendet.


Der Pennula-Modelleisenbahn-Videokanal

Im Grunde genommen war das alles nichts Besonderes. Während jedoch die übrigen Videofilme in meinem YouTube-Kanal, die sich mit der Fliegerei und mit der Luftfahrt beschäftigten, Zugriffszahlen von 500 bis 1.200 Aufrufen erhielten, sprengte der erste Modellbahnfilm alle denkbaren Rekorde: Das Video vom „Miniatur Wunderland“ hatte bereits nach nur wenigen Tagen weit über 14.300 Aufrufe und das obwohl nur „aus der Hand“ und ohne Stativ gefilmt wurde. Freilich war der Name „Miniatur Wunderland“ schon ein besonderer Suchbegriff, aber dass gleich über 10.000 Zugriffe erfolgten, war im wahrsten Sinne des Wortes mysteriös. Nachdem der Film von Oktober 2011 bis Dezember 2011 weit über 100.000 Aufrufe generiert hatte, war es an der Zeit, dieses Mysterium aufzuklären. Ich suchte aus meinem Videoarchiv alte Aufnahmen einer Modelleisenbahnausstellung in Offenbach am Main heraus. Diesen Film, den ich im Jahre 1995 auf S-VHS gedreht hatte, digitalisierte ich und erstellte einen zweiten Modellbahnfilm für YouTube, der am 5. Januar 2012 veröffentlicht wurde. Auch hier stieg die Zuschauerzahl rasant auf weit über 30.000 Zugriffe an.

Mit dem dritten Videofilm, der am 15. Januar 2012 veröffentlicht wurde, konnte das Mysterium aufgeklärt werden: Modellbahn- und Eisenbahnfreunde aus Deutschland, aus Österreich und aus der Schweiz waren sehr daran interessiert, anstatt der üblichen Kauf-DVD oder anstatt der langweiligen Fernsehsendungen sogenannten „User-Generated-Content“ frei und kostenlos bei YouTube im Internet zu konsumieren. Diesem Wunsch wollte ich in meiner Freizeit gerne Folge leisten, zumal sich zwischenzeitlich das Geschäftsmodell von YouTube dahingehend geändert hatte, dass besonders beliebte Videofilme „monetarisiert“ werden konnten. Das bedeutete, dass jene Videofilme in meinem YouTube-Kanal, die mehr als 10.000 Zugriffe erreicht hatten, mit Werbeeinblendungen versehen wurden. Meine Leidenschaft für die Videographie führte damit sogar zu einem kleinen Verdienst, den ich damals wie heute allerdings als „Taschengeld“ bezeichne. Die Erträge, die bei YouTube durch Werbung generiert werden, reichen gerade einmal aus, um die Fahrtkosten zu Modellbahnmessen und Modelleisenbahnausstellungen zu finanzieren.

Ein „YouTube-Millionär“ bin ich mit diesen Werbeeinnahmen nicht geworden. Ich will auch kein „YouTuber“ oder „Influencer“ sein, denn es gibt Dinge im Leben, die man nicht des Geldes wegen, sondern aus Spaß an der Freude macht. So wuchs die Marke „Pennula“ im Laufe der letzten acht Jahre stetig. Mittlerweile stehen weit über 390 Videofilme über Modelleisenbahnen aus ganz Europa frei und kostenlos zum Anschauen in meinem YouTube-Kanal zur Verfügung. Ebenso wie bei der Fliegerei und der in diesem Bereich anwendbaren Videotechnik, tüftelte ich auch im Modellbaubereich an einem kleinen Kamerawagen, so dass Führerstandsmitfahrten auf Modellbahnanlagen in Spur H0 in Fernsehqualität aufgezeichnet werden können. Diese Videofahrten zeigen Miniaturwelten aus der Lokführerperspektive und sind bei den Zuschauern von „Pennula“ äußerst beliebt.


Pennula

www.pennula.com


Die Reputation der Marke „Pennula“ wuchs und wächst unaufhaltsam weiter, so dass sich die Marke mittlerweile zu einer der erfolgreichsten, deutschsprachigen Videoplattformen im Bereich Modelleisenbahn, Spielwaren und Modellbau etabliert hat. Für eine Vielzahl deutscher Messe-Veranstalter und internationaler Schauanlagen-Betreiber ist „Pennula“ ein strategischer Medienpartner geworden, wozu u.a. das „Hans-Peter Porsche Traumwerk“, die „Modellbundesbahn“, die „Modellbahnwelt Odenwald“, die Modellbahnausstellung „La Statione“, das Verkehrsmuseum Dresden, die Modellbahnschau „Bahnsteig Holtmann“ und viele mehr gehören. Sogar Rundfunk- und Fernsehproduktionsgesellschaften greifen seit Jahren auf das Videomaterial von „Pennula“ bzw. auf die Beratung von Markus Lenz zurück. Allen voran sind hier beispielsweise die Saxonia Entertainment GmbH, der Mitteldeutsche Rundfunk oder die französische Filmproduktionsgesellschaft Bonne Compagnie für den deutsch-französischen Kultursender ARTE zu nennen. Die Filme von „Pennula“ sind je nach Lizenzvereinbarung nicht nur im Fernsehen, sondern auch bei sogenannten „Video-on-Demand-Diensten“, wie beispielsweise „Prime Video“ von Amazon, zu sehen.


Das Problem der Sprachbarriere bei YouTube

Obgleich ich persönlich von der grenzenlosen Dummheit und Arroganz angewidert bin, die sich seit einigen Jahren in allen sozialen Netzwerken ausbreitet und sich bei YouTube in Form von Videoclips besonders egomanischer Stars und Sternchen widerspiegelt, soll es mein vielleicht idealistisches Ziel bleiben, die Schönheit und Originalität einer Modellbahnanlage in Bild und Ton festzuhalten und interessierten Zuschauern frei und kostenlos zum Anschauen zur Verfügung zu stellen. Die einzig sinnvolle Plattform hierfür ist und bleibt allerdings YouTube.


Professionelle Videoaufnahmen von Modelleisenbahnen

Professionelle Videoaufnahmen von Modelleisenbahnen


Ein Problem, das sich jedoch im Internet und bei YouTube zwangsläufig ergibt, ist die Sprachbarriere. Als der YouTube-Kanal von „Pennula“ am 30. Januar 2008 gegründet wurde, sah das YouTube-System keine Mehrsprachigkeit vor. Die Eingabe der Meta-Daten, wie etwa Titel, Beschreibung und Schlagworte, konnte vom YouTube-Benutzer im „Front-End“ ausschließlich in einer einzigen Sprache vorgenommen werden. Aus diesem Grund - eigentlich ein Mangel im Google/YouTube-System - wurde im November 2015 im „Front-End“ von YouTube die Möglichkeit implementiert, zumindest den Titel und die Beschreibung in zusätzlichen Sprachen einzugeben. Unter der Bezeichnung „Found in Translation: Language tools for building a global audience“ führte YouTube diese Funktion am 19. November 2015 ein. Diese Applikation ermöglicht es allerdings nur, dass Zuschauer, wenn sie denn mehr oder weniger zufällig auf ein Video mit übersetzten Titeln und Beschreibungen stoßen, anstatt der Originalsprache die entsprechende Übersetzung sehen können.

Obgleich man denken könnte, YouTube und der dahinterstehende Mutterkonzern Google hätten hinsichtlich der Mehrsprachigkeit ein perfekt funktionierendes „Back-End“ entwickelt, werden deutsche Videos nicht wirklich über Sprachgrenzen hinweg gefunden. Dies führt bis heute dazu, dass die Videofilme von „Pennula“ ausschließlich von deutschsprachigen Zuschauern gesucht und gefunden werden können. Gleiches gilt freilich auch für Videoclips in anderen Sprachen. Der Modellbahner aus den Vereinigten Staaten sucht vornehmlich nach „Model Railroad“ oder „Model Trains“, der Eisenbahnfreund aus Frankreich sucht nach „Trains Miniatures“ oder nach „Réseaux Ferroviaires“ und der britische Modellbauer sucht nach „Model Railway“, etc. Folglich bleiben deutsche Videofilme bei YouTube den internationalen Zuschauern gänzlich verborgen, es sei denn, diese würden bewußt nach den deutschen Begriffen suchen.


Pilentum Television wird gegründet

Damit meine Modellbahnfilme auch über Länder- und Sprachgrenzen hinweg gefunden werden konnten, entschloß ich mich, einen zweiten YouTube-Kanal zu gründen, der Titel und Beschreibungen primär in englischer Sprache vorsieht und darüber hinaus das oben genannte „Language Tool“ nutzt, um Übersetzungen in weiteren Sprachen darzustellen. So wurde „Pilentum Television“ geboren, dessen Kanal bei YouTube am 20. August 2011 angemeldet wurde. Der Name „Pilentum“ folgt dabei einmal mehr meiner lateinisch geprägten Namensgebungsphilosophie, denn „Pilentum“ rekurriert auf die lateinische Vokabel für „Karren“, „Kutsche“, „Gespann“ oder „Wagen“. Um doppelten „Content“, also Duplikate, im YouTube-System zu vermeiden, veränderte ich die Schnittfolgen der deutschen Filme, beseitigte etwaige Schnittfehler und produziere daraus neue, eigenständige Videofilme, die sodann unter der Marke „Pilentum Television“ veröffentlicht werden.


Pilentum Television

www.pilentum-television.com


Von der Gründung des zweiten Kanals am 20. August 2011 bis zum ersten veröffentlichten Video unter der Marke „Pilentum Television“ am 24. Mai 2013 vergingen mehr als 20 Monate, weil ich die Mehrsprachigkeit innerhalb des YouTube-Systems testen wollte und darüber hinaus - berufsbegleitend in meiner Freizeit - das korrekte Vokabular und die richtigen Fachbegriffe in über 20 verschiedenen Sprachen erlernen mußte. Während ich die englische, französische, italienische sowie spanische Sprache ausreichend beherrsche, erlernte ich im Selbststudium - wie so häufig im Leben - Satzbau, Syntax und Grammatik von 20 weiteren unterschiedlichen Sprachen.

Je mehr ich mich mit YouTube beschäftigt habe, insbesondere erforscht habe, den sogenannten „YouTube-Algorithmus“ besser zu verstehen, spiegelt sich darin einmal mehr das Erlernte aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium wider. Wer ein Standard-Handbuch zum betriebswirtschaftlichen Management aufschlägt, wird mitunter gleich auf den ersten Seiten mit einer sehr bekannten Phrase konfrontiert, nämlich „Think globally, act locally“ bzw. „Think global, act local“. Wer im Internet erfolgreiche Geschäftsmodelle etablieren möchte, der muß ganz einfach „global denken“ und „lokal handeln“, das heißt nichts anderes als das, was man anbieten möchte, zumindest „global“ bzw. „international“ aufzubereiten und darzubieten. Im einfachsten Fall bedeutet dies, Inhalte multilingual zur Verfügung zu stellen. Daher habe ich für „Pilentum Television“ mehrere Internetseiten programmiert, die - je nach Domain - gezielt auf jene Sprachen, Länder und Regionen abgestimmt sind, die ich mit meinen Inhalten erreichen möchte, vgl. www.pilentum.de, www.pilentum.org sowie www.pilentum-television.com.

Der internationale YouTube-Kanal sowie die korrespondierenden Internetseiten bieten nicht nur niederländische, portugiesische, japanische, russische, tschechische, dänische, schwedische, polnische, koreanische, finnische, ungarische und norwegische Sprachversionen an, sondern umfassend auch Sprachversionen für die von mir bezeichneten „Emerging Markets“ in ukrainischer, türkischer, bulgarischer, finnischer, indonesischer, estnischer, hebräischer, rumänischer, slowakischer, vietnamesischer Sprache. Selbst Hindi, Farsi und Chinesisch sind verfügbar, wobei ich Titel und Beschreibungen in Mandarin mit Kurzzeichen für China, Singapur und Malaysia sowie mit Langzeichen für Taiwan, Hongkong und Macau berücksichtigt habe. Mit den „Emerging Markets“ bezeichne ich nicht aufstrebende Dritt- oder Schwellenländer, sondern jene Länder, in denen die Nachfrage nach Spielzeug- und Modelleisenbahnen - im Gegensatz zu Kontinentaleuropa - deutlich ansteigt. Hierzu gehören neben China u.a. Rußland, Indien, Thailand, Indonesien und Vietnam. Da jedoch das Videoportal YouTube in der Volksrepublik China wegen der staatlichen Zensur bzw. Internetsperre nicht erreichbar ist, habe ich die Marken „Pennula“ und „Pilentum Television“ in den chinesischen Videoportalen „YouKu“ 《优酷》 und „Tudou“ 《土豆網》 positioniert.


Fazit YouTube

Heute ist der YouTube-Kanal von „Pilentum Television“ mit weit über 32,3 Millionen Aufrufen (Stand: Januar 2020) das größte internationale Videonetzwerk für Modelleisenbahnen (vgl. „Pilentum Analytics“). Auch der YouTube-Kanal von „Pennula“ ist mit mehr als 21,5 Millionen Aufrufen (Stand: Januar 2020) eines der bekanntesten Videonetzwerke im deutschsprachigen Raum (vgl. „Media-Daten“).


Data Mining ist die neue Herausforderung

Aus allen meinen Tätigkeiten hat sich ein großartiges Fundament an „Know How“ ergeben, aus welchem sich mittlerweile eine für mich neue, alte Leidenschaft ergeben hat, nämlich das sogenannte „Data Mining“, also die systematische Anwendung mathematischer wie statistischer Methoden auf große Datenbestände, um Korrelationen, Querverbindungen und Trends zu analysieren. Große Datenbestände, meistens auch als „Big Data“ bezeichnet, können wegen ihres enormen Umfanges nur noch mit computergestützten Methoden verarbeitet werden. Die in dieser Weise systematisch aufbereiteten Datenreihen lassen uns neues Wissen generieren: Der Erkenntnisgewinn besteht darin, auf Grundlage von Datenanalysealgorithmen bisher unbekannte und potentiell nützliche Zusammenhänge, spezielle Muster sowie Regelmäßigkeiten herauszulesen und zu interpretieren.

Bevor es den Begriff „Data Mining“ gab, hat es freilich auch schon zuvor Umsatzstatistiken, Absatzkennzahlen und Marktanalysen gegeben. Alle diese Formen von Auswertungen gehören letztlich zu den betriebswirtschaftlichen Standard-Werkzeugen in Unternehmen; allerdings sind diese stets von einem bestimmten Ziel oder einer bestimmten Erwartungshaltung abhängig: So interessiert beispielsweise, wieviel Stückzahlen eines neuen Produktes über welche Vertriebswege und in welcher Zeit umgesetzt wurden. Andere Fragestellungen können sich etwa danach orientieren, wie das eigene Produkt in Relation zu Substitutions- oder Konkurrenzprodukten am Markt abschneidet. Eine gänzlich andere Frage, die sich eben nur mit der systematischen Aufbereitung von Daten beantworten läßt, liegt darin, das „Data Mining“ beispielsweise auf große elektronische Marktplätze anzuwenden. Meine Publikation zur Untersuchung von Querverbindungen bzw. Trends von verkauften sowie angebotenen Spielwarenartikeln beim Marktplatz eBay über drei Jahre lang hinweg beobachtet, analysiert und interpretiert wird in Auszügen unter „Modelleisenbahn-Marktanalyse“ vorgestellt.


Luftsportstatistik von Deutschland

Vorschau: Luftsportstatistik von Deutschland


Ebenso habe ich im Rahmen des „Data Mining“ Bestands- und Mitgliederzahlen im Luftsport im Zeitraum von 1990 bis 2020 erfaßt und bin derzeit mit der Auswertung beschäftigt. Meine „Luftsportstatistik von Deutschland“ steht auf dieser Internetseite als unkommentierte Vorschau frei und kostenlos zur Verfügung. Weitere Analysen, wie etwa zu Bestands-, Umsatz- und Kundenzahlen in der Versicherungswirtschaft von 1950 bis 2015, befindet sich in der Vorbereitung.


Ende gut, alles gut

Die letzte Kapitelüberschrift wollte ich mit einem besonderen Zitat verzieren. Anstatt „Ende gut, alles gut“, würde auf meine Person vielmehr das Zitat Benjamin Franklins, einem der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, dessen Antlitz auf dem 100-US-Dollar-Geldschein abgedruckt ist, passen, der einst formulierte: „When you‘re finished changing, you‘re finished“. Es ist das fortwährende Hinzulernen, das mich antreibt, Neues sowie Altes zu erforschen, zu entdecken oder zumindest einmal auszuprobieren. In den Wirtschafswissenschaften nennen wir es „Wandel“ bzw. „strategischer Wandel“ und meinen den Prozeß, ein weites Spektrum von Fähigkeiten zu entwickeln, um möglichen Herausforderungen gegenüber begegnen zu können.

Schlußendlich ist es kein Geheimnis, dass ich meine Beratungsleistungen im Bereich der Luftfahrt und Luftfahrtgeschichte sowie mein Wissen im Bereich des strategischen Managements für digitale Medien einer Vielzahl von in- und ausländischen Unternehmen zur Verfügung stelle. Haben Sie jedoch bitte Verständnis dafür, dass ich jene Klienten - bis auf die oben genannten Ausnahmen - aufgrund der Klauseln in meinen Beraterverträgen nicht öffentlich benennen kann. Aus Spam-Schutz-Gründen habe ich an dieser Stelle keine E-Mail-Adresse eingefügt, stehe Ihnen jedoch gerne für Rückfragen und weitere Informationen unter der Rufnummer 069 - 2475 3034 (Anrufbeantworter) zur Verfügung.

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