Markus Lenz

Frankfurt am Main

» HAUPTSEITE «


Ein Thema, das mich seit den letzten zehn Jahren immer wieder beschäftigt und aufs Neue fasziniert, sind jene Luftaufnahmen, die während der sogenannten „Trolley Mission“ im Mai 1945 von der US-amerikanischen Luftwaffe erstellt worden sind. Zu dieser Faszination gehört sowohl die Recherche nach diesen Luftbildern, die ich vorwiegend bei US-amerikanischen Kriegsveteranenvereinigungen durchgeführt habe, als auch die Identifikation der Orte und Landschaften, die vor mehr als 75 Jahren photographiert worden waren.


Historische sowie kolorierte Luftbilder im „Megapixel“-Format

Während ich auf einer speziellen Internetseite (www.trolley-mission.de) alle meine bislang gesammelten und identifizierten Luftbilder der „Trolley Mission“ vorstelle, sind auf dieser nachfolgenden Internetseite lediglich acht Luftaufnahmen verfügbar, wobei diese allerdings im „Megapixel“-Format vorliegen, d.h. es handelt sich um Digitalbilder, die in 64 Megapixel gespeichert sind und - ähnlich wie eine Landkarte bei „Google Maps“ - mit entsprechenden Mausbewegungen (Desktop PC) oder Fingergesten (Smartphone bzw. Tablet) bis ins letzte Detail vergrößert werden können.

Darüber hinaus habe ich jene acht Luftbilder über das Software-Projekt „DeOldify Image Colorization“ von Jason Antic nachträglich von Graustufenbildern mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) bzw. „Artificial Intelligence“ (AI) in Farbbilder nachkolorieren lassen. Das Ergebnis ist - je nach Parametern und Voreinstellungen dieser sogenannten „Deep Learning Software“ - durchaus erstaunlich und in des Wortes wahrstem Sinne sehenswert, denn immerhin erscheinen uns jene alten Photos überraschend lebendig und bringen uns die Vergangenheit aufgrund der vertrauten Farbigkeit viel näher. Nicht immer hat der Algorithmus bestimmte Bildbereiche zuverlässig eingefärbt, dennoch ist das Ergebnis dieser nachträglich kolorierten Luftbilder höchst bemerkenswert.


Bielefeld

Auf dem Luftbild von Bielefeld ist die westliche Seite des Schildescher Viaduktes zu sehen. Der Schildescher Viadukt wurde in den 1840’er Jahren von der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft im Bielefelder Stadtbezirk Schildesche errichtet. Auf dem Viadukt mit damals 28 Bögen, der auf einer Länge von 360 Metern das Johannisbachtal überspannt, verlief die Bahnstrecke von Hamm nach Minden. Im Zweiten Weltkrieg war der Schildescher Viadukt nach Einschätzung der Alliierten eine der wichtigsten deutschen Eisenbahnbrücken, so dass er zum Ziel zahlreicher Luftangriffe wurde, die bereits im Sommer 1941 begannen und ab Herbst 1944 massiv verstärkt wurden. Am 14. März 1945 wurde der Viadukt von der Royal Air Force mit sogenannten „Grand-Slam-Bomben“ attackiert, so dass das Bauwerk auf einer Länge von 130 Meter vollständig zerstört wurde. Die zahlreichen Bombentrichter sind schlußendlich ein Beleg dafür, wie häufig diese Region seinerzeit unter Beschuß genommen wurde. Wenn Sie auf das kleine Graustufenbild klicken, können Sie das Luftbild im „Megapixel“-Format anschauen; es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem die Luftaufnahme in einer Auflösung von 8.000 Pixel x 8.000 Pixel (64 MP) dargestellt wird. Alternativ können Sie auch den Verweis „Megapixel-Bielefeld“ anklicken, sodann öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster.

Luftbild von Bielefeld - Zweiter Weltkrieg - Originalphoto in Graustufen

Luftbild von Bielefeld - Zweiter Weltkrieg - Mit künstlicher Intelligenz kolorierte Luftaufnahme


Luftbild von Bielefeld (Trolley Mission)
Kleines Bild: Originalphoto in Graustufen
Großes Bild: Mit künstlicher Intelligenz koloriertes Luftbild
Quelle: Bildarchiv Markus Lenz, Frankfurt am Main


Braunschweig

Das Luftbild von Braunschweig wurde am 12. Mai 1945 mit einer sogenannten „K-24 Aerial Surveillance Camera“, also mit einer professionellen Mittelformatkamera, die von der US Air Force im Krieg zur Luftbildaufklärung verwendet wurde, erstellt. Die Luftaufnahme bildet den Norden der Stadt ab. Zu erkennen ist die Innenstadt mit Andreas- und Katharinenkirche, rechts verläuft von oben nach unten der Mittelweg, links etwa parallel der Bültenweg. Wenn Sie auf das kleine Graustufenbild klicken, können Sie das Luftbild im „Megapixel“-Format anschauen; es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem die Luftaufnahme in einer Auflösung von 8.000 Pixel x 8.000 Pixel (64 MP) dargestellt wird. Alternativ können Sie auch den Verweis „Megapixel-Braunschweig“ anklicken, sodann öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster.

Luftbild von Braunschweig - Zweiter Weltkrieg - Originalphoto in Graustufen

Luftbild von Braunschweig - Zweiter Weltkrieg - Mit künstlicher Intelligenz kolorierte Luftaufnahme


Luftbild von Braunschweig (Trolley Mission)
Kleines Bild: Originalphoto in Graustufen
Großes Bild: Mit künstlicher Intelligenz koloriertes Luftbild
Quelle: Bildarchiv Markus Lenz, Frankfurt am Main


Dortmund

Auf dem historischen Luftbild Dortmunds sind der Hauptbahnhof von Norden sowie die heutige Schützenstraße aus der Nordstadt herunterblickend zu sehen. Es sind außerdem jeweils die westliche Hälfte des Walls (Straße entlang des ehemaligen Stadtwalls, kein echter Wall mehr) zu erkennen. Der Industriekomplex rechts, direkt oberhalb der Bahnlinien, ist die Union-Brauerei, wovon heute noch das berühmte „Dortmunder U“ steht. Wenn Sie auf das kleine Graustufenbild klicken, können Sie das Luftbild im „Megapixel“-Format anschauen; es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem die Luftaufnahme in einer Auflösung von 8.000 Pixel x 8.000 Pixel (64 MP) dargestellt wird. Alternativ können Sie auch den Verweis „Megapixel-Dortmund“ anklicken, sodann öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster.

Luftbild von Dortmund - Zweiter Weltkrieg - Originalphoto in Graustufen

Luftbild von Dortmund - Zweiter Weltkrieg - Mit künstlicher Intelligenz kolorierte Luftaufnahme


Luftbild von Dortmund (Trolley Mission)
Kleines Bild: Originalphoto in Graustufen
Großes Bild: Mit künstlicher Intelligenz koloriertes Luftbild
Quelle: Bildarchiv Markus Lenz, Frankfurt am Main


Duisburg

Auf dem Duisburger Luftbild ist das Industriegebiet von Thyssen-Krupp zwischen den Stadtgebieten Alt-Hamborn und Marxloh zu sehen. Links unten im Bild ist noch der Rundbau des damaligen Krankenhauses zu sehen, das heute als „Helios Kinderklinikum“ genutzt wird. Wenn Sie auf das kleine Graustufenbild klicken, können Sie das Luftbild im „Megapixel“-Format anschauen; es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem die Luftaufnahme in einer Auflösung von 8.000 Pixel x 8.000 Pixel (64 MP) dargestellt wird. Alternativ können Sie auch den Verweis „Megapixel-Duisburg“ anklicken, sodann öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster.

Luftbild von Duisburg - Zweiter Weltkrieg - Originalphoto in Graustufen

Luftbild von Duisburg - Zweiter Weltkrieg - Mit künstlicher Intelligenz kolorierte Luftaufnahme


Luftbild von Duisburg (Trolley Mission)
Kleines Bild: Originalphoto in Graustufen
Großes Bild: Mit künstlicher Intelligenz koloriertes Luftbild
Quelle: Bildarchiv Markus Lenz, Frankfurt am Main


Hamburg

Das Luftbild von Hamburg wurde ebenfalls am 12. Mai 1945 von der US Air Force aufgenommen und zeigt die Innenstadt mit dem Hauptbahnhof am linken Bildrand sowie einem Teil des sogenannten „Kontorhausviertels“. Recht gut zu erkennen ist beispielsweise die charakteristische Spitze des „Chilehauses“; schräg rechts darüber befinden sich die Deichtorhallen sowie der Zollkanal am rechten Bildrand. Wenn Sie auf das kleine Graustufenbild klicken, können Sie das Luftbild im „Megapixel“-Format anschauen; es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem die Luftaufnahme in einer Auflösung von 8.000 Pixel x 8.000 Pixel (64 MP) dargestellt wird. Alternativ können Sie auch den Verweis „Megapixel-Hamburg“ anklicken, sodann öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster.

Luftbild von Hamburg - Zweiter Weltkrieg - Originalphoto in Graustufen

Luftbild von Hamburg - Zweiter Weltkrieg - Mit künstlicher Intelligenz kolorierte Luftaufnahme


Luftbild von Hamburg (Trolley Mission)
Kleines Bild: Originalphoto in Graustufen
Großes Bild: Mit künstlicher Intelligenz koloriertes Luftbild
Quelle: Bildarchiv Markus Lenz, Frankfurt am Main


Hannover

Auf dem Luftbild von Hannover ist in der Bildmitte der ehemalige Ringlokschuppen zu erkennen, der heute nicht mehr existiert. Weiter oberhalb - den Eisenbahngleisen folgend - ist die Arndstraße (Eisenbahnbrücke) auszumachen, worauf der ehemalige Hauptgüterbahnhof am Weidendamm folgt. Unterhalb des Lokschuppens verlaufen die in Trümmern liegende Hagenstraße und Kohlrauschstraße, die wiederum beide auf die Celler Straße einmünden. Die heutige Hamburger Allee, die vierspurig ausgebaut ist, hat damals noch nicht existiert. Wenn Sie auf das kleine Graustufenbild klicken, können Sie das Luftbild im „Megapixel“-Format anschauen; es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem die Luftaufnahme in einer Auflösung von 8.000 Pixel x 8.000 Pixel (64 MP) dargestellt wird. Alternativ können Sie auch den Verweis „Megapixel-Hannover“ anklicken, sodann öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster.

Luftbild von Hannover - Zweiter Weltkrieg - Originalphoto in Graustufen

Luftbild von Hannover - Zweiter Weltkrieg - Mit künstlicher Intelligenz kolorierte Luftaufnahme


Luftbild von Hannover (Trolley Mission)
Kleines Bild: Originalphoto in Graustufen
Großes Bild: Mit künstlicher Intelligenz koloriertes Luftbild
Quelle: Bildarchiv Markus Lenz, Frankfurt am Main


Münster

In der unteren Bildmitte der Luftaufnahme von Münster ist der Buddenturm auszumachen; von dort aus rechts ist die Liebfrauen-Überwasserkirche zu sehen. In den Gebäuden unterhalb der Kirche ist heute das Institut für Diakonat und pastorale Dienste („Liudgerhaus“) am Überwasserkirchplatz angesiedelt. Im weiteren Bildverlauf nach oben hin sind die Trümmer des mächtigen St. Paulus Doms sowie der Domplatz zu erkennen. Danach folgt die St. Lamberti-Kirche. Während der Kirchturm 1945 erhalten blieb, wurde jedoch das Dach völlig zerstört. Insbesondere auf diesem Luftbild von Münster sind noch viele andere, ehemalige und teilweise völlig zerstörte Gebäude der Innenstand auszumachen. Wenn Sie auf das kleine Graustufenbild klicken, können Sie das Luftbild im „Megapixel“-Format anschauen; es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem die Luftaufnahme in einer Auflösung von 8.000 Pixel x 8.000 Pixel (64 MP) dargestellt wird. Alternativ können Sie auch den Verweis „Megapixel-Münster“ anklicken, sodann öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster.

Luftbild von Münster - Zweiter Weltkrieg - Originalphoto in Graustufen

Luftbild von Münster - Zweiter Weltkrieg - Mit künstlicher Intelligenz kolorierte Luftaufnahme


Luftbild von Münster (Trolley Mission)
Kleines Bild: Originalphoto in Graustufen
Großes Bild: Mit künstlicher Intelligenz koloriertes Luftbild
Quelle: Bildarchiv Markus Lenz, Frankfurt am Main


Salzgitter (Drütte)

Das vorerst letzte Luftbild auf dieser Internetseite zeigt die Hermann Göring Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten in Salzgitter, die unmittelbar am Stichkanal Salzgitter angesiedelt waren. Auf dem Werksgelände befand sich während des Zweiten Weltkrieges auch das KZ-Außenlager Salzgitter-Drütte, das umgangssprachlich als „KZ Drütte“ bezeichnet wurde. Ferner ist am Ende des Kanals das Kraftwerk Hallendorf zu erkennen. Aus der im Jahre 1937 gegründeten Hermann Göring Reichswerke AG entstand im Jahre 1950 die Hüttenwerk Watenstedt-Salzgitter GmbH, später die Hüttenwerk Salzgitter AG und im Jahre 1964 die Salzgitter Hüttenwerk AG. Heute gehört das gesamte Areal am Stichkanal zur Salzgitter AG. Wenn Sie auf das kleine Graustufenbild klicken, können Sie das Luftbild im „Megapixel“-Format anschauen; es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem die Luftaufnahme in einer Auflösung von 8.000 Pixel x 8.000 Pixel (64 MP) dargestellt wird. Alternativ können Sie auch den Verweis „Megapixel-Salzgitter“ anklicken, sodann öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster.

Luftbild von Salzgitter - Zweiter Weltkrieg - Originalphoto in Graustufen

Luftbild von Salzgitter - Zweiter Weltkrieg - Mit künstlicher Intelligenz kolorierte Luftaufnahme


Luftbild von Salzgitter (Trolley Mission)
Kleines Bild: Originalphoto in Graustufen
Großes Bild: Mit künstlicher Intelligenz koloriertes Luftbild
Quelle: Bildarchiv Markus Lenz, Frankfurt am Main


Trolley Mission 1945

Die „Trolley Mission“ war eine geheime Militäroperationen der US-amerikanischen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg; es war eine Flugmission, die im Angloamerikanischen auch als „Low Level Tour“ oder „Low Level Mission“ bzw. im Angelsächsischen als „Cook‘s Tour“ bezeichnet wurde. Vom 7. Mai 1945 bis zum 12. Mai 1945 sind Luftbilder erstellt worden, auf denen deutsche Städte unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg - sprichwörtlich zur „Stunde Null“ - zu sehen sind. Mehr als 70 Jahre später habe ich Luftaufnahmen der „Trolley Mission“ weltweit recherchiert, bei amerikanischen sowie britischen Veteranenvereinigungen gesammelt und analysiert. In meiner zeitaufwendigen Recherche fand ich in den Vereinigten Staaten von Amerika Veteranen, Familienmitglieder sowie Hinterbliebene von verstorbenen Piloten der US Air Force, die noch Originalfotos und Negative dieser Flugmission besaßen. Ich habe diese Luftaufnahmen gekauft und damit eine exklusive Nutzungslizenz erhalten.

Ich verfaßte mehrere Bücher und Aufsätze, um diese sechs Tage im Mai 1945 aus luftfahrthistorischer sowie flugnavigatorischer Perspektive zu interpretieren. Weitere Artikel wurden in Zusammenarbeit mit der „392. Bomb Group Memorial Association“ veröffentlicht. Zudem habe ich ein Internetportal in deutscher, englischer, französischer sowie niederländischer Sprache programmiert, worüber mehr als 400 Luftbilder aus dem Mai 1945 kostenlos angesehen werden können. Für Rückfragen und weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne unter der Rufnummer 069 - 2475 3034 (Anrufbeantworter) zur Verfügung.

Zum Seitenanfang

VG-WORT