Markus Lenz

Frankfurt am Main

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Luftsportstatistik von Deutschland

Auch im 21. Jahrhundert hat der sprichwörtliche „Traum vom Fliegen“ nichts an seinem Mythos verloren. Sei es eine Urlaubsreise mit dem Verkehrsflugzeug, ein Ausflug auf die Besucherterrassen der großen Verkehrsflughäfen oder die eigene Ausbildung zum Privatpiloten. Gerade die Ausbildung zum Piloten in Luftsportvereinen erlaubt es dem Außenstehenden, der im Fachjargon der Sportluftfahrt als „Fußgänger“ bezeichnet wird, aufgrund der ehrenamtlich angebotenen Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen den Traum vom Fliegen vom Wunschdenken in die Realität umzusetzen.

Doch Luftsportvereine sind wie viele andere Vereine zusehends vom demographischen Wandel betroffen, der das Vereinsleben ebenso beeinflußt wie die ständig wachsende Zeitrivalität zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Konsum und Kommerz, zwischen Familie und Freunden, etc. Diese Umstände haben bereits zu einem Umdenken in Vereinen geführt, so dass verstärkt innovative Angebotsstrukturen in Vereinen etabliert werden oder neue Ansätze im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements bei der Beschäftigung von Trainern und Übungsleitern geschaffen werden. Doch es muß zu Recht konstatiert werden, dass sich Vereinsmitglieder, also auch künftige Sportpiloten, weder verpflichten noch festlegen wollen, sondern flexible Angebote nutzen möchten, die ihnen zeitlich, inhaltlich sowie zwischenmenschlich zusagen.

Dies läßt die berechtigte Frage aufkommen, wie sich der Luftsport und seine ihn prägenden Flugsportvereine bzw. Luftsportverbände unter dem Druck des demographischen Wandels in den letzten zwei Dekaden entwickelt haben. Dass ich dieser Frage nachgehe und eine sogenannte „Luftsportstatistik von Deutschland“ erstelle, hat damit zu tun, dass mich als Privatpilot interessiert, wie sich die Mitgliederzahlen von Luftsportlern in unterschiedlichen Verbänden sowie die Anzahl von Privatpiloten und Luftfahrzeugen im Laufe der letzten Jahrzehnte entwickelt haben. Im Rahmen des sogenannten „Data Mining“ habe ich mit Hilfe einer systematischen Anwendung mathematischer wie statistischer Methoden auf meine recherchierten Datenbestände versucht, Korrelationen, Querverbindungen und Trends zu analysieren.

Darüber hinaus liegt ein wesentlicher Grund für das Anfertigen einer solchen Statistik darin, dass im Allgemeinen weniger das Thema „Luftfahrt“, sondern im Besonderen vielmehr das Thema „Luftsport“ in der sportwissenschaftlichen Literatur ein stiefmütterliches Dasein eingenommen hat. Obgleich der Flugsport vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) anerkannt und damit im sportpolitischen Sinne auch förderungswürdig ist, sind die ihn betreffenden wissenschaftlichen Publikationen äußert spärlich. Die meisten Abhandlungen, die sich bei einer Literaturstichprobe über die letzten Jahre identifizieren lassen, entstammen der geschichtswissenschaftlichen Disziplin und greifen schlechthin historische Themen auf, die dann wiederum auf kultur- oder sozialwissenschaftlicher Basis diskutiert werden. Ausnahmen hiervon lassen sich im Bereich der medizinischen bzw. flugmedizinischen, in der aerodynamisch-technischen sowie in der juristischen Literatur finden, wobei diese wissenschaftlichen Arbeiten keinerlei Berührungspunkte mehr mit dem Luftsport aufweisen.

Es hat den Anschein, dass der Flugsport - verstanden als Breitensport - auf kein sonderlich großes, wissenschaftliches Interesse stößt. Selbst die populärwissenschaftlichen Disziplinen, die Aussagen zur Trendforschung oder zum Freizeitverhalten der Bevölkerung formulieren, widmen der Sportluftfahrt kaum Aufmerksamkeit. Doch aus ökonomischer Sicht bietet die Sportluftfahrt in allen ihren Facetten durchaus Anknüpfungspunkte, so etwa die für die Versicherungswirtschaft interessante Frage nach der potentiellen Anzahl von sogenannten „Drohnenpiloten“ aus dem Bereich des Modellfluges. Lohnt sich beispielsweise die Ausarbeitung besonderer Gruppenversicherungstarife? Wieviel Versicherungsnehmer stehen im Luftsport auf der Nachfrageseite?

Ähnlich interessant ist die Frage nach der Anzahl von Luftsportlern für Hersteller und Ausrüster von Sportflugzeugen, Kleinflugzeugen oder Luftsportgeräten im Bereich des Ultraleichtfliegens, zumal sich hier mit der im Frühjahr 2019 vom Europäischen Parlament beschlossenen Anhebung der Höchstabflugmasse von aerodynamisch-gesteuerten Ultraleichtflugzeugen von ursprünglich 472,5 Kilogramm auf 600 Kilogramm neue Märkte erschließen lassen. Darüber hinaus stehen sich die Ökonomie sowie die Sportwissenschaft gerade bei den Themen Vereinsmanagement bzw. Sportmanagement, Sportkommunikation, Sporttourismus, Erholungsmanagement sowie Sport-, Medien- und Kommunikationsforschung de facto interdisziplinär gegenüber. Gerade im Hinblick auf die Sportstätten des Flugsportes, nämlich auf den Betrieb und Unterhalt von Flugplätzen, oder im Hinblick auf das Akquirieren von Sportfördergeldern oder von Sponsoring-Partnern ist eine „Luftsportstatistik“ ein unverzichtbares Arbeitsinstrumentarium.

Auch das heute im Sport notwendige „Fundraising“, also die Mittelakquisition auf Grundlage systematischer Analyse, Planung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer steuerbegünstigten Organisation, das im Kern darauf abzielt, alle für die Erfüllung des Satzungszweckes benötigten Ressourcen in Form von Geld-, Sach- und Dienstleistungen durch eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Ressourcenbereitsteller in Form von Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und öffentlichen Institutionen zu möglichst geringen Kosten zu beschaffen, wird ohne ein aussagekräftiges Zahlenwerk nur schwer möglich sein.

Meine hier als „Vorschau“ angebotene Luftsportstatistik wird allerdings niemals den Anspruch auf absolute Vollständigkeit und vollumfassende Wiedergabe der tatsächlichen Situation in der deutschen Sportluftfahrt erheben können. Mit äußerster Sorgfalt und Akribie habe ich das statistische Zahlenmaterial der großen Luftsportverbände in Deutschland recherchiert, aufbereitet und über Jahre hinweg gesammelt. Viele Verbände unterhalten kein Archiv, sondern vernichten ihre Unterlagen gemäß den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen. Ebenso ist zu beobachten, dass einige Verbände ihre Mitgliederzahlen nicht publizieren, sondern nur auf Anfrage mitteilen. Die im „Data Mining“ übliche Auswertung nach Korrelationen anderer Untersuchungsmerkmale (Bevölkerungswachstum, Einkommen, gesellschaftspolitische Entwicklung, etc.) ist in dieser Vorschau nicht enthalten. Markus Lenz stellt vorerst nur Diagramme zur Verfügung, die grundlegend über Bestands- und Mitgliederzahlen informieren.


Mitglieder im DAeC - Segelflug (1993-2018)

Diagramm: Mitglieder im DAeC - Segelflug (1993-2018)


Mitglieder im DAeC - Motorflug (1993-2018)

Diagramm: Mitglieder im DAeC - Motorflug (1993-2018)


Mitglieder im DAeC - Modellflug (1993-2018)

Diagramm: Mitglieder im DAeC - Modellflug (1993-2018)


Mitglieder im DAeC - Fallschirmspringen (1993-2018)

Diagramm: Mitglieder im DAeC - Fallschirmspringen (1993-2018)


Mitglieder im DAeC - Ballonfahren (1993-2018)

Diagramm: Mitglieder im DAeC - Ballonfahren (1993-2018)


Mitglieder im DAeC - Ultraleicht (1993-2018)

Diagramm: Mitglieder im DAeC - Ultraleicht (1993-2018)


Mitglieder im DAeC - Hängegleiten (1993-2018)

Diagramm: Mitglieder im DAeC - Hängegleiten (1993-2018)


Wachstumsraten der Mitglieder im DAeC

Diagramm: Wachstumsraten der Mitglieder im DAeC


AOPA: Mitglieder der Aircraft Owners and Pilots Association in Deutschland (1993-2018)

AOPA: Mitglieder der Aircraft Owners and Pilots Association in Deutschland (1993-2018)


DULV: Mitglieder im Deutschen Ultraleichtflugverband (2002-2015)

DULV: Mitglieder im Deutschen Ultraleichtflugverband (2002-2015)


DFV: Mitglieder im Deutschen Fallschirmsport Verband (1997-2018)

DFV: Mitglieder im Deutschen Fallschirmsport Verband (1997-2018)


DFSV: Mitglieder im Deutschen Freiballonsport-Verband (1997-2018)

DFSV: Mitglieder im Deutschen Freiballonsport-Verband (1997-2018)


DHV: Mitglieder im Deutschen Hängegleiterverband (1996-2018)

DHV: Mitglieder im Deutschen Hängegleiterverband (1996-2018)


MFSD: Mitglieder im Modellflugsportverband Deutschland (2006-2018)

MFSD: Mitglieder im Modellflugsportverband Deutschland (2006-2018)


DMFV: Mitglieder im Deutschen Modellflieger Verband (1993-2017)

DMFV: Mitglieder im Deutschen Modellflieger Verband (1993-2017)


DVLL/DULSV: Mitglieder im Deutschen Ultraleicht-Segelflugverband (1997-2018)

DVLL/DULSV: Mitglieder im Deutschen Ultraleicht-Segelflugverband (1997-2018)


Totalsumme aller Luftsportler in Deutschland ohne Modellflug

Diagramm: Totalsumme aller Luftsportler in Deutschland ohne Modellflug


Totalsumme aller Mitglieder in Modellflugverbänden in Deutschland

Diagramm: Totalsumme aller Mitglieder in Modellflugverbänden in Deutschland


Zulassungsstatistik (Luftfahrzeugrolle)

Abgesehen von den Bestands- und Mitgliederzahlen der einzelnen Luftsportler ist die Zulassungszahl von registrierten Luftfahrzeugen und Luftsportgeräten ein weiteres Merkmal, um darzustellen, wie sich die Sportfliegerei sowie Teile der allgemeinen Luftfahrt entwickelt haben. Zur Erklärung sei angefügt, dass das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ausschließlich Luftfahrzeuge in seiner Zulassungsstatistik zählt, während die von der Bundesregierung beauftragen Luftsportverbände eine separate Statistik für Luftsportgeräte führen. Von Interesse sind hierbei vornehmlich Ultraleichtflugzeuge (Dreiachser) und Ultraleicht-Tragschrauber, die sowohl beim Luftsportgeräte-Büro (LSGB) des Deutschen Aero Clubs (DAeC) bzw. beim Deutschen Ultraleichtflugverband (DULV) registriert sind.


LBA: Zugelassene Segelflugzeuge (1993-2018)

LBA: Zugelassene Segelflugzeuge (1993-2018)


LBA: Zugelassene Motorsegelflugzeuge (1993-2018)

LBA: Zugelassene Motorsegelflugzeuge (1993-2018)


LBA: Zugelassene Motorflugzeuge bis 2,0 Tonnen MTOW (1993-2018)

LBA: Zugelassene Motorflugzeuge bis 2,0 Tonnen MTOW (1993-2018)


LBA: Zugelassene Motorflugzeuge von 2,0 bis 5,7 Tonnen MTOW (1993-2018)

LBA: Zugelassene Motorflugzeuge von 2,0 bis 5,7 Tonnen MTOW (1993-2018)


LBA: Zugelassene Mehrmotorige Flugzeuge bis 2,0 Tonnen MTOW (1993-2018)

LBA: Zugelassene Mehrmotorige Flugzeuge bis 2,0 Tonnen MTOW (1993-2018)


LBA: Zugelassene Mehrmotorige Flugzeuge von 2,0 bis 5,7 Tonnen MTOW (1993-2018)

LBA: Zugelassene Mehrmotorige Flugzeuge von 2,0 bis 5,7 Tonnen MTOW (1993-2018)


LBA: Zugelassene Flugzeuge von 5,7 bis 14,0 Tonnen MTOW (1993-2018)

LBA: Zugelassene Flugzeuge von 5,7 bis 14,0 Tonnen MTOW (1993-2018)


LBA: Zugelassene Ballone (1993-2018)

LBA: Zugelassene Ballone (1993-2018)


LSGB: Ultraleichtflugzeuge (Dreiachser) von 1998-2018

LSGB: Ultraleichtflugzeuge (Dreiachser) von 1998-2018


LSGB: Ultraleicht-Tragschrauber von 2004-2018

LSGB: Ultraleicht-Tragschrauber von 2004-2018


DULV: Ultraleichtflugzeuge (Dreiachser) von 2003-2018

DULV: Ultraleichtflugzeuge (Dreiachser) von 1998-2018


DULV: Ultraleicht-Tragschrauber von 2004-2018

DULV: Ultraleicht-Tragschrauber von 2004-2018


LSGB + DULV: Kumulierter Bestand an Ultraleichtflugzeugen (Dreiachser)

LSGB + DULV: Kumulierter Bestand an Ultraleichtflugzeugen (Dreiachser)


LSGB + DULV: Kumulierter Bestand an Ultraleicht-Tragschraubern

LSGB + DULV: Kumulierter Bestand an Ultraleicht-Tragschraubern


Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich aus Spam-Schutz-Gründen an dieser Stelle keine E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme eingefügt habe. Jedoch stehe ich Ihnen gerne für Rückfragen und weitere Informationen unter der Rufnummer 069 - 2475 3034 (Anrufbeantworter) zur Verfügung.

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