Markus Lenz

Frankfurt am Main

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Suchmaschinen im Internet liefern mittlerweile Suchergebnisse, die ungenau, unzutreffend oder sogar am gesuchten Thema völlig vorbeiführen. Abhilfe schafft nur der gezielte Einsatz von Suchoperatoren und Befehlen, also der richtigen Syntax, wie Anfragen an die Datenbanken der Suchmaschinenbetreiber zur formulieren sind. Ich möchte ich Ihnen die wesentlichen Operatoren, Optionen und Befehle für die Suchmaschinen „DuckDuckGo“ und „Google“ erläutern. Es sind spezielle Befehle, die wirklich effektive Suchergebnisse hervorbringen bzw. eine brauchbare Datenbankabfrage erzwingen.


Syntax und Operatoren bei Suchmaschinen

Etwa fünf Minuten nachdem ich mich als Student an der Universität Frankfurt am Main eingeschrieben hatte, bestand meine erste „Amtshandlung“ darin, mir in einem Kellerraum des damaligen Hochschulrechenzentrums (HRZ) einen sogenannten „Unix-HRZ-Account“ ausstellen zu lassen, der es mir ermöglichte, mich über ein Telefonmodem zum Ortstarif von zu Hause über den HRZ-Server mit dem Internet zu verbinden. Damals gab es noch keine Provider, wie etwa „T-Online“ oder „Unitymedia“, und ISDN oder DSL waren der Allgemeinheit gänzlich unbekannt.

Seinerzeit konnte ich die sogenannte „Standleitung“ des HRZ via Modem nutzen und das neuartige Internet erkunden. „Erkunden“ heißt jedoch - damals wie heute, mit Hilfe von Suchmaschinen jene Informationen aufzuspüren, die von Interesse sind. Die von mir favorisierten, ersten Suchmaschinen waren „Altavista“, „Yahoo“ und „Metager“. Von „Google“ oder „YouTube“hatte die Menschheit im Jahre 1995/1996 noch nichts gehört. Altavista basierte mit seinem Algorithmus darauf, die sogenannten „Meta-Tags“ auf Internetseiten zu speichern und entsprechend auszuwerten; darüber hinaus wurden auch schon kurze Textfragmente mit indexiert, was das Suchergebnis deutlich präzisierte. Yahoo entstand als eine Navigationshilfe bzw. als „Webkatalog“ für das Internet. Das Prinzip der Datenspeicherung erfolgte nach dem Karteikartenprinzip. Bei Metager, übrigens an der Universität Hannover als Dienst des Rechenzentrums für Niedersachsen entwickelt, handelte es sich um eine hybride Suchmaschine, d.h. Suchbegriffe wurden parallel in anderen, verfügbaren Suchmaschinen abgefragt und als Suchergebnis präsentiert.


Ein Blick zurück auf die „alten“ Suchmaschinen

Da wir gerade so schön in der Vergangenheit schwelgen, wollen wir uns den kurzen Augenblick gönnen und das Aussehen (Layout) der ersten Internet-Suchmaschinen anschauen. Die nachstehenden „Screenshots“ wurden der „Wayback Machine“, besser bekannt als „Internet Archive“ entnommen. Verfügbar sind ein Bildschirmfoto von „Altavista“ und „Yahoo“, ein Bildschirmabzug von „Metager“ sowie Bildschirmkopien von „Google“ und „YouTube“ in den damals üblichen VGA/VESA-Standard-Auflösungen mit 640 x 480 Bildpunkten bzw. 800 x 600 Pixel.


Screenshot Altavista, Oktober 1996

Screenshot Altavista, Oktober 1996
Quelle: https://web.archive.org
Verwendung gemäß § 51 UrhG


Screenshot Yahoo, Oktober 1996

Screenshot Yahoo, Oktober 1996
Quelle: https://web.archive.org
Verwendung gemäß § 51 UrhG


Screenshot Metager, November 1999

Screenshot Metager, November 1999
Quelle: https://web.archive.org
Verwendung gemäß § 51 UrhG


Screenshot Google, November 1998

Screenshot Google, November 1998
Quelle: https://web.archive.org
Verwendung gemäß § 51 UrhG


Screenshot YouTube, April 2006

Screenshot YouTube, April 2006
Quelle: https://web.archive.org
Verwendung gemäß § 51 UrhG


Insbesondere am Beispiel der Bildschirmkopie von „YouTube“ ist sehr gut erkennbar, wie abhängig das Suchen und Finden im Internet von den sogenannten „Tags“, also von den Schlagworten, ist. In den Anfangsjahren von „YouTube“ gehörte diese öffentlich einsehbare Anzeige der Schlagworte noch zum Standard-Layout für Videofilme; mittlerweile sind die „Tags“ bewußt im sogenannten „Quellcode“ versteckt und nicht mehr für jedermann einsehbar. Ferner ist beim Screenshot von „Altavista“ zu sehen, dass es bereits damals schon Werbung gab, also sogenannte „Banner-Werbung“. Allerdings basierte diese vorerst auf Sponsoren, welche die Reichweite und Bekanntheit der Suchmaschine ausnutzen wollten, um unmittelbar auf der Startseite/Hauptseite auf ihr Produktangebot hinzuweisen. Hieraus ist schlußendlich das Geschäftsmodell von „Google“ entstanden, nämlich bewußt Suchergebnisse mit bezahlter Werbung zu „manipulieren“. Das gleiche Geschäftsmodell verfolgen mittlerweile die Suchmaschinen „BING“ (USA) und „YANDEX“ (Rußland) sowie „BAIDU“ (China), etc.


Suchoperatoren für manipulationsfreie Suchergebnisse

Auf der einen Seite ist es verständlich, dass Suchmaschinenbetreiber in irgendeiner Form die enormen Kosten für Server und Datenspeicher durch werbefinanzierte Geschäftsmodelle kompensieren müssen; auf der anderen Seite führt dies jedoch dazu, dass Suchergebnisse in gewisser Art und Weise „manipuliert“ sind. Das Motto „Nur wer bezahlt, steht an erster Stelle in den Suchergebnissen“ ist vermutlich nur wenigen Internetbenutzern bekannt. Ein unbedarfter Internetbenutzer wird zudem durch die Monopolstellung des US-amerikanischen Großkonzerns Alphabet Inc., zu welchem u.a. Google und YouTube gehören, im Rahmen der Internetsuche bevormundet, weil er primär das als Suchergebnis angezeigt bekommt, was Google glaubt, das Richtige für ihn zu sein. Der Such- und Find-Algorithmus greift mittlerweile auf das persönliche Nutzerverhalten, den Standort via IP-Adresse, künftig sogar auf regionale Gegebenheiten und Grenzen sowie auf sonstige Parameter zurück, die ein - nennen wir es einmal im wissenschaftlichen Sinne - „normatives“ - Suchergebnis verhindern.

Abhilfe schafft hierbei nur der gezielte Einsatz von Suchoperatoren, also der richtigen Syntax, wie Anfragen an die Datenbanken der Suchmaschinenbetreiber zu formulieren sind. Auch der Umstand, dass einem Internetbenutzer mit deutscher IP-Adresse vorrangig nur deutsche Ergebnisse angezeigt werden, obgleich er nach Schlagworten in anderen Sprachen sucht, ist seitens „Google“ und „BING“ äußerst irreführend. Will man als deutscher Internetnutzer gezielt im Ausland suchen, muß man sich bei „Google“ und „BING“ mit einem Benutzerkonto registrieren und zudem die Spracheinstellungen auf das gewünschte Land umstellen. Eine Alternative hierzu ist die Suchmaschine „DuckDuckGo“, welche die gezielte Suche in verschiedenen Ländern ohne Anmeldung und ohne Registrierung zuläßt. Darüber hinaus basiert „DuckDuckGo“ auf einem - wie oben einleitend erwähnt - hybriden Such-Algorithmus mit eigenem „Webcrawler“, der sich eigener Datenbestände sowie der Datenbanken dritter Suchmaschinen bedient. Eine auf dieser Basis arbeitende Suchmaschine ist übrigens „Qwant“, eine französische Suchmaschine, die in ihren Suchergebnissen ebenso Datenquellen unterschiedlicher Datenbestände vereint.

Nachstehend möchte ich Ihnen die wesentlichen Suchoperatoren für die Suchmaschine „DuckDuckGo“ erläutern. Es sind spezielle Befehle, die effektive Suchergebnisse hervorbringen bzw. als Datenbankabfrage erzwingen. Vorweg möchte ich darauf hinweisen, dass man allerdings auch nicht bei „DuckDuckGo“ vor Werbung geschützt ist, zumal sich diese Suchmaschine ebenso über Werbung finanzieren muß.

katzen hunde
Dies ist die standardmäßige Anfrage/Abfrage an Suchmaschinen, wie sie von 95 Prozent aller Internetbenutzer eingetippt wird. Das Suchergebnis beinhaltet alle Inhalte, die das Schlagwort „Katzen“ oder „Hunde“ beinhalten. Das Suchresultat ist viel zu umfangreich und alles andere als effektiv.

katzen -hunde
Mit dem vorangestellten Minus-Symbol (ohne Leerzeichen) wird das Suchergebnis, das die Schlagworte „Katzen“ sowie „Hunde“ beinhaltet, massiv um jene Inhalte minimiert, die das Schlagwort „Hunde“ enthalten.

katzen +hunde
Mit dem vorangestellten Plus-Symbol (ohne Leerzeichen) wird das Suchergebnis, das die Schlagworte „Katzen“ sowie „Hunde“ beinhaltet, deutlich auf Inhalte, die das Schlagwort „Hunde“ enthalten, maximiert.

Zugegeben ist das Katze- und Hunde-Beispiel etwas unpassend, aber deutlicher wird die Suchfunktion, wenn Sie beispielsweise nach „Mercedes Oldtimer“ und „Reparatur“ suchen wollen und insbesondere den Anteil der Suchergebnisse minimieren/maximieren möchten, die sich vorrangig mit der Reparatur beschäftigen.

Beispiele:
mercedes oldtimer reparatur
mercedes oldtimer -reparatur
mercedes oldtimer +reparatur

Die wohl wichtigste Syntax ist die Eingabe von Anführungszeichen, um exakt jene Suchergebnisse zu erhalten, welche jene Worte innerhalb der Anführungszeichen enthalten. So läßt sich effektiv nach Personennamen suchen, beispielsweise „Helmut Kohl“ oder „Prof. Dr. Max Mustermann“, sowie nach Zitaten oder ganzen Sätzen.

"katzen und hunde"
In unserem Beispiel werden nun alle Inhalte angezeigt, in denen die Phrase „Katzen und Hunde“ gemeinsam verwendet wird.

"Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben"
In diesem Beispiel werden alle Internetseiten aufgeführt, in denen das Zitat „Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben“ genutzt wird. Die Suche mit Anführungszeichen eignet sich hervorragend, um Plagiate im Internet ausfindig zu machen oder gezielt nach exakten Bezeichnungen, Produktnamen oder Artikelnummern zu suchen.

oldtimer filetype:pdf
Wesentlich interessanter ist die Suchmöglichkeit nach bestimmten Dateiformaten. Möchten Sie nur nach PDF-Dokumenten suchen, die ein bestimmtes Schlagwort oder Thema beinhalten, nutzen Sie die das Suffix „filetype:pdf“. Alternative Dateiformate, die von „DuckDuckGo“ unterstützt werden, sind u.a. die Microsoft-Office-Typen doc, docx, xls, xlsx, ppt oder pptx.

Beispiele:
"strategisches management" filetyp:pdf
geschichte filetyp:doc

Die bislang erwähnten Suchoperatoren erinnern uns sehr stark an die Mengenlehre aus dem Mathematik-Unterricht der Grundschule. Schlußendlich sind Datenbankabfragen nichts anderes als eine Untersuchung von Mengen bzw. eine Darstellung von Objekten, die einer Teilmenge, Schnittmenge oder Vereinigungsmenge zugehörig sind. Im Umkehrschluß lassen sich somit auch Mengen bzw. Datenbankabfragen generieren, die eben nur Objekte aus der Differenz, aus dem Komplement oder aus der symmetrischen Differenz beinhalten. Etwas einfach formuliert läßt sich damit nach Inhalten suchen, die in einer Datenbank A, aber nicht in der Datenbank B enthalten sind; noch einfacher formuliert läßt sich gezielt nach bestimmten Schlagworten oder Themen suchen, die innerhalb einer ganz bestimmten Internetseite enthalten sind bzw. die außerhalb - sprich „ohne“ - eine bestimmte Internetseite zu finden sind.

versicherung site:tagesschau.de
Egal, ob Schnittmenge oder Vereinigungsmenge, mit der dem Suchbegriff nachgestellten Syntax „site:tagesschau.de“ können Sie bewußt nach bestimmten nach Schlagworten auf großen Internetportalen suchen. In diesem Beispiel finden Sie alle Beiträge zum Thema „Versicherung“, die auf der Internetseite www.tagesschau.de zu finden sind. Beachten Sie bitte, dass das für Internetseiten übliche Präfix „www“ nicht eingetippt werden darf.

versicherung -site:youtube.com
Die Quasi-Vormachtstellung der zweitgrößten Internetsuchmaschine, nämlich „YouTube“, führt dazu, dass Suchergebnisse von www.youtube.com in Hülle und Fülle angezeigt werden. Um dies zu vermeiden, können Sie mit der Syntax „-site:youtube.com“ (Minus-Symbol) alle potentiellen Suchresultate von „YouTube“ effektiv ausschließen. In diesem Beispiel finden Sie alle Beiträge zum Thema „Versicherung“ ohne die Suchergebnisse bei YouTube. Auch hier gilt es, das für Internetseiten übliche Präfix „www“ nicht einzutippen.

versicherung -site:wikipedia.org
Für mich persönlich ist ebenso die Omnipräsenz von Wikipedia unerträglich (geworden). Empfinden Sie ähnlich, können Sie mit der Syntax „-site:wikipedia.org“ (Minus-Symbol) alle Inhalte, die von Wikipedia vorgeschlagen werden, eliminieren.

Die beiden letzten Suchoperatoren richten sich vornehmlich an Internetbenutzer, die ein wenig firm in der Programmierung von Internetseiten sind. Im Kern geht es darum, dass im Protokoll der Hypertext Markup Language (HTML) festgelegt ist, dass jede Internetseite einen Titel beinhalten muß. Dieser Titel ist in der Programmierung der Seite bzw. im sogenannten „Quelltext“ verborgen und hat sich zu einem mächtigen Werkzeug der Suchmaschinenoptimierung, die im englischen als „Search Engine Optimization“ (SEO) bekannt ist, entwickelt. Daher erscheint die bewußte Suche nach Schlagworten, die im Titel einer Internetseite oder im Domainnamen bzw. Dateinamen einer Internetseite enthalten sind, äußert effektiv.

intitle:management
Die Anfrage nach „intitle:management“ läßt Sie alle Internetseiten finden, die in ihrem Titel das Schlagwort „Management“ verwenden. Beachten Sie bitte die Eingabe ohne Leerzeichen. Natürlich - nun kommen wir gedanklich wieder auf die Mengenlehre zurück - sind mehrere Operatoren gleichzeitig anwendbar. Entsprechend läßt sich nach Schlagworten auch nur auf bestimmten Seiten suchen bzw. lassen sich ganze Schlagwortketten und Phrasen erfragen.

Beispiele:
intitle:management site:tagesschau.de
intitle:"strategisches management" -site:wikipedia.org

inurl:management
Die Datenbankabfrage mit dem Präfix „inurl“ sorgt dafür, dass Ihnen alle Internetseiten angezeigt werden, deren Domainname oder Dateiname ein bestimmtes Schlagwort enthält. Beachten Sie, dass die Abfrage stets mit Doppelpunkt ohne Leerzeichen durchgeführt werden muß. Nach einem Schlagwort in einem Domainnamen bzw. Dateinamen zu suchen, hört sich im ersten Moment freilich trivial an, aber aufgrund der vielen „Content-Management-Systeme“, die heute fast ausschließlich auch im wissenschaftlichen Bereich eingesetzt werden und automatisch aus dem Inhalt des Autors oder des Redakteurs Dateinamen generieren, erscheint diese Suchvariante höchst effektiv. Freilich sind auch bei „inurl“ mehrere Operatoren gleichzeitig verwendbar, wie die nachstehenden Beispiele aufzeigen.

Beispiele:
inurl:modelleisenbahn site:pennula.com
inurl:fluechtlinge site:spiegel.de

Das letzte Beispiel soll Ihnen abschließend bewußt machen, dass deutsche Umlaute oder Sonderzeichen in der Nomenklatur von Dateinamen in aller Regel nicht verwendet werden. Anstatt „Flüchtlinge“ einzutippen, müssen Sie den Umlaut durch die alternative Schreibweise „Fluechtlinge“ ersetzen.


Auch die Suchergebnisse von Google lassen sich optimieren

Eine bestimmte Syntax sowie die Kombination von Suchoperatoren lassen sich auch beim Platzhirsch unter den Suchmaschinen, nämlich bei „Google“, anwenden. Freilich sind die Suchergebnisse vollgespickt mit Werbung und manipuliert von IP-Adressen und/oder sonstigen Parametern, die vom Google-Algorithmus automatisch ausgegeben werden. Dennoch lassen mit den nachstehenden Suchoperatoren weitaus präzisere Ergebnisse „googeln“ (Anmerkung: Konrad Duden läßt grüßen, vgl. das Wort „googeln“ im Online-Duden).

"katzen und hunde"
Die exakte Suche mit Anführungszeichen nach der Phrase „Katzen und Hunde“.

"Du sollst den Tag nicht vor dem Abend loben"
Die Suche nach Zitaten oder Wortketten mit Anführungszeichen.

Bill * Microsoft
Die sogenannte „Joker“ Funktion mit Sternchen (Platzhalter).

define:management
Die Suche nach Definitionen mit „define“ zeigt Worterklärungen und Wörterbucheinträge.

define:management -site:wikipedia.org
Die Suche nach Definitionen mit „define“ läßt sich glücklicherweise auch mit der Syntax „-site:wikipedia.org“ (Minus-Symbol) anwenden, um bewußt Suchergebnisse von Wikipedia auszuschließen. Auch hier gilt es, das für Internetseiten übliche Präfix „www“ nicht einzutippen.

oldtimer filetype:pdf
Die Suche nach bestimmten Dateiformaten wird entweder mit dem Suffix „filetype:pdf“ oder „ext:pdf“ eingeleitet. Alternative Dateiformate, die von „Google“ unterstützt werden, sind u.a. die Microsoft-Office-Typen doc, docx, xls, xlsx, ppt oder pptx.

Beispiele:
modellbahn ext:pdf
eisenbahn filetyp:doc

eisenbahn AND bayern AND geschichte filetype:pdf
Freundlicherweise läßt „Google“ auch die Verknüpfung mehrerer Suchoperatoren zu, so dass mit „filetype“ und „AND“ gezielt nach Dokumenten gesucht werden kann, die ein oder mehrere Schlagworte beinhalten müssen. Wichtig ist hierbei, dass das gewünschte Dateiformat unmittelbar ohne Leerzeichen nach dem Doppelpunkt eingetippt werden muß und dass der Befehl „AND“ in der Suchanfrage enthalten sein muß.

urlaub -angebote
Wenn Sie nach äußert populären Schlagworten und Themen suchen, empfiehlt es sich, mit einem Minus-Symbol bestimmte Schlagworte oder Phrasen, die aufgrund der Popularität angezeigt werden, auszuschließen. Das Minus-Symbol muß der unerwünschten Phrase ohne Leerzeichen vorangestellt werden.

versicherung site:tagesschau.de
Auch „Google“ läßt sich in seiner Suchen- und Finden-Funktion so steuern, dass Sie gezielt nach einem bestimmten Schlagworte auf großen Internetportalen suchen können. In diesem Beispiel finden Sie alle Beiträge zum Thema „Versicherung“, die auf der Internetseite www.tagesschau.de zu finden sind. Beachten Sie bitte, dass das für Internetseiten übliche Präfix „www“ nicht eingetippt werden darf.

Das, was ich bei „DuckDuckGo“ bereits oben für Internetbenutzer angeführt hatte, die sich mit der Programmierung von Internetseiten bzw. mit der Hypertext Markup Language (HTML) auskennen, bietet „Google“ mit drei sehr speziellen Suchoperatoren eine äußerst interessante Suchmöglichkeit, um gezielt im sogenannten „Quelltext“ nach Schlagwörtern im Titel, im Domain- bzw. Dateinamen sowie im Text zu suchen. Die Befehle lauten „intitle“ und „inurl“ sowie „intext“. Alle drei Operatoren sind zudem in den Abfragen „ODER“ (OR) bzw. „UND“ (AND) anpaßbar.

intitle:mallorca luftbilder (OR)
Mit der Syntax „intitle:mallorca luftbilder“ erfolgt eine Datenbankabfrage nach Internetseiten, die in ihrem Titel die Schlagworte „Mallorca oder Luftbilder“ enthalten.

allintitle:mallorca luftbilder (AND)
Mit der Syntax „allintitle:mallorca luftbilder“ erfolgt eine ähnliche Datenbankabfrage, allerdings wird „Google“ nun angewiesen, nur jene Internetseiten als Suchergebnis auszuweisen, die in ihrem Titel beide Schlagworte, also „Mallorca und Luftbilder“ enthalten.

inurl:versicherungswirtschaft strategie (OR)
Mit der Syntax „inurl:versicherungswirtschaft strategie“ erfolgt eine Datenbankabfrage nach Internetseiten, die entweder innerhalb ihrer Domain oder in ihrem Verzeichnis- und Dateinamen die Schlagworte „Versicherungswirtschaft oder Strategie“ beinhalten.

allinurl:versicherungswirtschaft strategie (AND)
Mit der Syntax „allinurl:versicherungswirtschaft strategie“ erfolgt eine ähnliche Datenbankabfrage, allerdings wird „Google“ nun angewiesen, nur jene Internetseiten als Suchergebnis auszuweisen, die innerhalb ihrer Domain oder in ihrem Verzeichnis- und Dateinamen die Schlagworte „Versicherungswirtschaft und Strategie“ beinhalten.

Wie nur wenigen Internetbenutzern bekannt sein dürfte, legt „Google“ eine Kopie der indizierten Internetseiten auf seinen Servern ab. Diese Seitenkopien, die sämtliche Inhalte umfassen, werden bei „Google“ als sogenannter „Cache“ bezeichnet, was sich mit „Seitenabbild“ oder „Seitenspeicher“ umschreiben läßt. Damit ist es für „Google“ möglich, dass eben nicht nur Schlagwortketten oder Themen in den Meta-Daten (Titel, Beschreibung, Keywords) gesucht werden können, sondern auch innerhalb der gesamten Internetseite. Möchten Sie - ungeachtet der vom Autor (bewußt) gesetzten Meta-Daten - Internetseiten finden, in denen im Text selbst bestimmte Schlagwörter und Themen vorkommen, sollten Sie die Syntax „intext“ bei der Suche verwenden.

intext:lebensversicherung marktanalyse (OR)
Mit der Syntax „intext:lebensversicherung marktanalyse“ erfolgt eine Datenbankabfrage nach Internetseiten, die in ihrem Text die Themen „Lebensversicherung oder Marktanalyse“ beinhalten.

allintext:lebensversicherung marktanalyse (AND)
Auch bei der gezielten Text- und Inhaltssuche ist nicht nur die Abfrage „ODER“ (OR), sondern auch „UND“ (AND) möglich, so dass mit der Syntax „allintext:lebensversicherung marktanalyse“ gezielt eine Suchanfrage nach Internetseiten einleitet wird, die in ihren Texten die Themen „Lebensversicherung und Marktanalyse“ beinhalten.

Eine praxisbezogene Anwendung dieser hier aufgeführten Suchoperatoren mit „Google“ und viele Suchbeispiele können Sie in meinem Artikel über die Recherche zur „Literatur zur Luft- und Raumfahrtgeschichte“ nachlesen. Mit Hilfe der Suchbefehle wird gezeigt, wie exakt man die Internetseite „VOLATICUM“ nach Schlagwortketten durchsuchen kann.


...und wer da sucht, der findet

Betreiber von Suchmaschinen haben die Sucheingabe so einfach und so benutzerfreundlich wie möglich gestaltet, damit der Otto-Normal-Verbraucher damit zurechtkommen kann. Dies führt allerdings dazu, dass Suchergebnisse mittlerweile ungenau, unzutreffend oder sogar am gesuchten Thema völlig vorbeiführen. Aus diesem Grund, sollten Sie sich die oben genannten Suchoperatoren näher anschauen, damit „herumspielen“ und die Befehlsfunktion bzw. das Suchergebnis, das damit erzielt wird, verdeutlichen. Ich unterstelle, dass Sie künftig mindestens eine der vorgestellten Syntaxen verwenden werden, nachdem Sie sich mit ihr vertraut gemacht haben.

Zum Abschluß möchte ich noch auf die umgangssprachliche Phrase „wer suchet, der findet“ eingehen. Diese stammt aus der Bibel, konkret aus dem Evangelium nach Matthäus („Matthäusevangelium“), dem ersten der vier Evangelien des Neuen Testamentes. Dort heißt es: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan“ (Matthäus 7,7); der Vers findet die unmittelbare Fortsetzung: „Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan“ (Matthäus 7,8). Für Rückfragen und weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne unter der Rufnummer 069 - 2475 3034 (Anrufbeantworter) zur Verfügung.

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