Wasserflughafen von Triest (Idroscalo di Trieste)

Parallel zu den Wasserflugplätzen in Pavia, Turin und Venedig betrieb und bediente die italienische Fluggesellschaft „Società Italiana Servizi Aerei“ (SISA) auch den Wasserflughafen in Triest, den „Idroscalo di Trieste“. Am 1. April hatte die SISA ihre Linienflüge mit Wasserflugzeugen von Triest aus aufgenommen und damit den Grundstein für den regulären Zivilluftfahrtverkehr in Italien gelegt. Während die Flugboote im April 1926 noch an der Mole festmachten und aus dem Hafenbecken heraus starteten, wurde im September 1926 ein schwimmender Hangar genutzt.

Anfang der 1930‘er Jahre entstand jedoch das Problem, in Triest eine Infrastruktur zu errichten, die den Bedürfnissen des aufkommenden Luftverkehrs gerecht wurde. So wurde bereits im Oktober 1931 mit dem Bau eines „richtigen“ Hangars begonnen, der mit zwölf Schiebetüren versehen, insgesamt 80 Meter lang, 35 Meter breit und 11 Meter hoch war. Zusätzlich wurde ein Kran auf der Seeseite installiert, um Flugzeuge zu wassern bzw. an Land zu hangagieren. Südlich des Hangars wurde ein großes Gebäude errichtet, in dem sich Wartezimmer für Passagiere, Büros und sonstige technische Einrichtungen befanden. Heute existiert der Wasserflughafen in Triest nicht mehr. In dem 1931 errichteten Gebäude hat die Triester Küstenwache, die „Guardia Costiera di Trieste“, ihren aktuellen Sitz.

Wasserflughafen von Triest (Idroscalo di Trieste)

Abbildung: Wasserflughafen von Triest (Idroscalo di Trieste)

Bildquelle: Großer Luftverkehrs-Atlas von Europa, 3. Auflage, Verlag für Börsen- und Finanzliteratur, Berlin/Leipzig, 1928

Copyright: Markus Lenz


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