Das Special Film Project SFP-186 und die First Motion Picture Unit der United States Army Air Forces

I. Einleitung

Wann immer wir im Fernsehen historisches Filmmaterial aus dem Zweiten Weltkrieg oder aus der unmittelbaren Nachkriegszeit sehen, handelt es sich häufig um jene Filmaufnahmen, die im Rahmen des sogenannten „Special Film Project SFP-186“ von den US-amerikanischen Streitkräften gedreht worden sind. Ganz egal, ob es sich um das Programmfenster von „SPIEGEL TV“, „ZDF History“ oder um Fernsehformate der „National Geographic Society“ oder des „Discovery Channel Networks“ handelt, immer wieder kommt dieses historiographische Farbfilmmaterial zur Verwendung. Korrekterweise handelt es sich um Filmaufnahmen, die von der „First Motion Picture Unit“ der „Army Air Forces“ gedreht worden sind. Ursprünglich als „18th AAF Base Unit“ („Motion Picture Unit“) bezeichnet, war die „First Motion Picture Unit“ die wichtigste Filmproduktionseinheit der „United States Army Air Forces“ während des Zweiten Weltkrieges und die erste militärische Einheit, die ausschließlich aus Fachleuten der US-amerikanischen Filmindustrie bestand.

Die meisten deutschen Fernsehproduktionsgesellschaften greifen auf dieses umfangreiche und immer noch nicht vollständig erschlossene Archivmaterial zurück, ohne dies mit entsprechenden Quellenangaben akademisch korrekt zu zitieren. Es sind leider - wie im 21. Jahrhundert üblich - nur noch mangelhaft ausgebildete Mitarbeiter am Werk, denen es hauptsächlich darauf ankommt, quotenstarke Fernsehdokumentationen zu produzieren anstatt wissenschaftlich und historisch korrekt zu arbeiten. Der gleiche Typus mangelhaft arbeitender Redakteure sitzt in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, der wiederum diese Fernsehbeiträge einkauft und in endlos mannigfaltigen Formaten in das öffentlich-rechtliche Programmschema übernimmt.

In meinem Beitrag geht es nun weniger um die berechtigte Kritik am Umgang mit diesem historischen Filmmaterial, sondern vielmehr um eine historisch korrekte Darlegung der Ursprünge dieser militärischen Filmeinheit, um deren Aufgaben, um deren Projekte sowie um deren filmisches Erbe. Darüber hinaus geht es darum, jene Archive explizit zu benennen, in denen jenes Filmmaterial aufbewahrt wird. Konkret sind hier die „Library of Congress“, die öffentlich zugängliche Forschungsbibliothek des Kongresses der Vereinigten Staaten in Washington, das „National Archives and Records Administration“, das Nationalarchiv der Vereinigten Staaten von Amerika in Washington, sowie die „Air Force Historical Research Agency“, die historische Forschungsstelle der US-amerikanischen Luftwaffe, die an der Maxwell Air Force Base beheimatet ist und organisatorisch zur Kongreßbibliothek gehört, zu erwähnen. An allen drei Standorten lagern Filmrollen und Filmschnipsel aus dem Zweiten Weltkrieg, die heute zwar in einem Bestandskatalog erfaßt, aber inhaltlich noch immer nicht vollständig ausgewertet worden sind.

Die nachstehenden Filmausschnitte (Standbilder) aus dem „Special Film Project SFP-186“ sollen uns einleitend vergegenwärtigen, welche Szenen im Sommer 1945 in Berlin von der „First Motion Picture Unit“ gedreht worden sind.

Berlin im Sommer 1945
Flüchtlinge und Heimatlose in Berlin 1945
Potsdamer Bahnhof
Farbfilme von Berlin 1945
Trümmerfrauen im Zweiten Weltkrieg
Berlin 1945

II. Zum Wesen der US-amerikanischen Kriegsberichterstattung

Als der Zweite Weltkrieg im Jahre 1939 in Europa ausbrach, hatten die Vereinigten Staaten von Amerika zunächst einen Kriegseintritt abgelehnt und verharrten in ihrer bereits aus dem Ersten Weltkrieg bekannten Neutralität. Damals, als im Jahre 1914 in Europa der Erste Weltkrieg ausbrach, verhielten sich die USA neutral und wollten sich nicht in einen Krieg hineinziehen lassen, zumal große Teile der US-amerikanischen Bevölkerung eine Beteiligung amerikanischer Soldaten auf dem europäischen Kontinent ablehnte, obgleich die USA die Entente-Mächte mit Wirtschaftshilfen und Waffenlieferungen unterstützte.

Mitunter entscheidend für die zusehends kritische Haltung der USA gegenüber dem Deutschen Reich war der Angriff eines deutschen U-Bootes im Mai 1915 auf das britische Kreuzfahrtschiff „RMS Lusitania“, beim dem über 120 Staatsangehörige der USA ums Leben kamen. Dennoch sollte es noch zwei Jahre dauern bis die Stimmung in der US-amerikanischen Bevölkerung sowie im Abgeordnetenkongreß gänzlich kippte, so dass die USA am 6. April 1917 in den Ersten Weltkrieg eintraten. Korrekterweise müssen wir anmerken, dass es nicht „die“ US Army war, die in den Ersten Weltkrieg zog, sondern es waren die „American Expeditionary Forces“, also die „Amerikanischen Expeditionsstreitkräfte“, bestehend aus Soldaten der US Army und des US Marine Corps.

Das gleiche Verhaltensmuster wiederholte sich knapp 20 Jahre später im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg. Im September 1939 waren die USA weit davon entfernt, erneut als Weltmacht in Europa sowie später im Pazifikraum einzuschreiten. Dies änderte sich erst mit dem japanischen Angriff auf die US-amerikanische Pazifikflotte, die in Pearl Harbor auf Hawaii stationiert war. Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg erfolgte schlußendlich am 11. Dezember 1941 mit der Kriegserklärung Deutschlands und Italiens an die USA, die am 1. Januar 1942 damit beantwortet wurde, dass die USA gemeinsam mit Großbritannien und der Sowjetunion in die sogenannte „Anti-Hitler-Koalition“ eintraten.

Von diesem Zeitpunkt an begleiteten Kamerateams die US-amerikanischen Truppen und akquirierten unzählig viele Kilometer an Filmmaterial. Allein das Erstellen einer Übersicht dieser „Combat Camera Units“, also der Einheiten staatlicher Kriegsberichterstatter, die seit 1942 aktiv waren, ist eine Wissenschaft für sich. Jene unzählig vielen Filmeinheiten lieferten mehr oder weniger tagtäglich neues Filmmaterial, das heute in den drei genannten Archiven schlummert.

Es waren also immer besondere Ereignisse, welche die USA dazu veranlaßt haben, in einen Krieg einzutreten. Die USA waren sowohl im Ersten Weltkrieg als auch im Zweiten Weltkrieg keine „Weltmacht“ oder „Weltpolizei“, die bedingungslos internationalen Konflikten beitraten. Die Rolle der „Weltpolizei“ entstand erst im „Kalten Krieg“ und im Kontext mit Gründung der NATO im April 1949. Tatsache ist, dass die USA sowohl 1914-1918 als auch 1939-1945 stets mit zwei innenpolitischen Problemen konfrontiert war: Zum einen mußte die Bevölkerung davon überzeugt werden, in einen Konflikt einzutreten, der weit von den USA entfernt war und nur mittelbar die eigene Sicherheit bedrohte; zum anderen fehlte es den USA und ihren Streitkräften an Rekruten für Heer, Luftwaffe und Marine.

Es brauchte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Stärkung des US-amerikanischen Nationalbewußtseins, um der Bevölkerung überhaupt erst einmal zu erklären, warum sich die eigenen Streitkräfte im Ausland engagieren müssen, warum die Wirtschaft auf eine Kriegswirtschaft umgestellt werden muß und wie man die Kosten für den Militäreinsatz durch Kriegsanleihen finanzieren sollte. Darüber hinaus mußten Freiwillige gefunden und überzeugt werden, im Dienste der Armee unter Umständen auch ihr Leben opfern zu müssen. Das heute als „Uncle Sam“ bekannte Nationalsymbol der Vereinigten Staaten von Amerika, welches Staat, Nation und Volk anschaulich in Menschengestalt in Erscheinung treten läßt, mußte seinerzeit noch viel tiefer ins Gewissen der US-amerikanischen Bevölkerung indoktriniert werden.

Das beste Medium, um diese Überzeugungsarbeit zu leisten, war schließlich die Propaganda über Kino, Rundfunk und Fernsehen. Ähnlich wie im Dritten Reich, wo Joseph Goebbels als Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda sowie als Präsident der Reichskulturkammer die Lenkung von Presse, Rundfunk und Film beherrschte, mußten nun auch die USA ihre Film- und Kulturschaffenden engagieren, um Propaganda-, Schulungs- und Aufklärungsfilme zu produzieren. Das Filmmaterial, das wir heute freilich unter ganz anderen Aspekten betrachten und auf uns wirken lassen, hat nicht im entferntesten Sinne etwas mit „normalen“ Dokumentarfilmen zu tun, die nur ihrer selbst willen produziert worden sind. Alle „Special-Film-Projects“ dienten ausschließlich der militärischen Indoktrination und Propaganda.

III. First Motion Picture Unit

Als die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg eintraten, stand der damalige Oberbefehlshaber der US-amerikanischen Luftwaffe, General Henry H. Arnold, vor dem Problem, dass ihm 100.000 Piloten und Rekruten für den Krieg in Europa fehlten. Zudem waren die Luftstreitkräfte bei weitem nicht in dem Maße organisiert, um zum Jahreswechsel 1941/1942 in Kampfbereitschaft versetzt werden zu können.

Damals hieß die US-amerikanische Luftwaffe „United States Army Air Corps“ und war ein Teil des US Army. Während in Großbritannien mit der „Royal Air Force“ oder in Deutschland mit der Luftwaffe bereits Luftstreitkräfte als eigenständige Teilstreitkraft bestanden, waren diese in den USA organisatorisch noch in der regulären US Army integriert. Dies änderte sich erst von Juni 1941 bis September 1947, als die „United States Army Air Forces“ zunächst als Luftstreitkräfte formiert worden sind bzw. ab September 1947, als die „United States Air Force“ explizit als wirklich eigenständige Teilstreitkraft der Vereinigten Staaten von Amerika gegründet wurde.

Es waren also organisatorische sowie personelle Probleme, die zu einem kritischen Mangel an Piloten und Rekruten geführt haben. Da das „Army Air Corps“ noch ein Teil der regulären US-Armee war, lag die Verantwortung für die Produktion von Propaganda- und Schulungsfilmen beim „United States Army Signal Corps“ und ihrem „Army Pictorial Service“. Daher war General Henry H. Arnold der Ansicht, dass nur die Gründung einer neuen Filmproduktionsgesellschaft dazu beitragen würde, die Unabhängigkeit und das Ansehen der Luftwaffe als eigenständige Teilstreitkraft zu erreichen. Um sein Ziel zu verwirklichen, wandte er sich im Frühjahr 1942 an Jack L. Warner, den Chef der kalifornischen Hollywood-Filmproduktionsgesellschaft Warner Brothers Pictures Incorporated, an den Filmproduzenten Hal Wallis und an den Drehbuchautor Owen Crump, um sie mit der Produktion von Rekrutierungsfilmen zu beauftragen.

Während Hal Wallis damals mit den Dreharbeiten zum Kinofilm „Casablanca“ beschäftigt war und die Zusammenarbeit mit dem Militär ablehnen mußte, wurden Jack L. Warner zum Oberstleutnant bzw. Owen Crump zum Hauptmann ernannt und damit beauftragt, den ersten Rekrutierungsfilm „Winning Your Wings“ über die Warner Brothers Filmstudios zu produzieren. Der Film „Winning Your Wings“, der in nur zwei Wochen abgedreht wurde, veränderte die öffentliche Wahrnehmung von Militärfliegern und trug entscheidend dazu bei, die fehlenden Piloten zu rekrutieren, denn innerhalb weniger Tage wurde der Film im ganzen Land in den Kinos gezeigt und mehr als 150.000 Männer meldeten sich bei den Luftstreitkräften.

Winning Your Wings
This film is distributed and exhibited under the auspices of the War Activities Committe of the Motion Picture Industry
This picture is dedicated to the Youth of America today ... In the hope that it may convey in some measure the spirit of those who serve in the Army Air Forces

Die drei Filmausschnitte (Standbilder) aus dem Film „Winning Your Wings“ zeigen den Vorspann mit Filmtitel und Urheberhinweis (Warner Brothers) sowie die Anmerkung „This film is distributed and exhibited under the auspices of the War Activities Committe of the Motion Picture Industry“ (Dieser Film wird vertrieben und präsentiert unter der Schirmherrschaft des Komitees für Kriegsaktivitäten der Kinofilmindustrie) und die Widmung „This picture is dedicated to the Youth of America today ... In the hope that it may convey in some measure the spirit of those who serve in the Army Air Forces“ (Dieses Bildnis ist der Jugend des heutigen Amerikas gewidmet ... In der Hoffnung, dass es in gewissem Maße den Geist derer, die in den Army Air Forces dienen, vermitteln kann).

Warner Brothers erhielt Folgeaufträge, um noch weitere Filme zu produzieren, u.a. „Men of the Sky“, „Beyond the Line of Duty“ oder „The Rear Gunner“. Nicht nur der Erfolg, sondern auch die Notwendigkeit dieser Filme führten zu einer erheblich gesteigerten Nachfrage nach militärischen Schulungs- und Rekrutierungsfilmen, die Warner Brothers kaum noch befriedigen konnte. Denn neben der zeitaufwendigen Filmproduktion und vor allem wegen der logistisch zu bewältigenden Filmdistribution in alle Lichtspielhäuser der USA mußten nun auch Filmberichte aus den Kampfeinsätzen produziert werden, welche die Moral der US-amerikanischen Truppen fördern sollten, zugleich aber auch die Bevölkerung überzeugen mußten, am Kriegseinsatz auf dem europäischen Kontinent beteiligt sein zu müssen. Folglich mußten also auch Kameraleute für den Kampfeinsatz ausgebildet werden, was wiederum eine Aufgabe war, der Warner Brothers nicht gewachsen war.

So wurde schließlich am 1. Juli 1942 die „First Motion Picture Unit“ gegründet und zu einer aktiven, militärischen Einheit der USAAF etabliert. Das Besondere war, dass die Dienststellen ihre Mitarbeiter nicht nur mit Berufssoldaten, sondern auch mit Fachleuten aus der Filmindustrie besetzt wurden. Zum Stammpersonal gehörten neben Oberstleutnant Jack L. Warner und Hauptmann Owen Crump auch die US-amerikanischen Schauspieler Hauptmann Charles Knox Manning, Major Clark Gable und Oberleutnant Ronald Reagan sowie der Drehbuchautor Oberleutnant Edwin Gilbert.

Captain Ronald Reagan Working at His Desk for First Motion Picture Unit in Culver City California

Der Vollständigkeit wegen sei erwähnt, dass wenige Monate vor der Gründung der „First Motion Picture Unit“ im März 1942 von General George C. Marshall, dem damaligen Chef des US-amerikanischen Generalstabes, die Gründung des „Army Pictorial Service“ angeordnet wurde. Dies war eine Abteilung des „United States Army Signal Corps“, das bereits im amerikanischen Bürgerkrieg gegründet wurde und bis heute die Kommunikations- und Informationssysteme für die Führung und Kontrolle der US-amerikanischen Streitkräfte entwickelt und verwaltet. Der „United States Army Signal Corps Army Pictorial Service“ hatte primär die Aufgabe, die Truppenbetreuung zu organisieren, sollte aber auch Spielfilme für die Ausbildung, Indoktrination und Unterhaltung der Streitkräfte und ihrer Verbündeten produzieren. Viele Persönlichkeiten der Filmindustrie dienten im „United States Army Signal Corps Army Pictorial Service“, der noch im gleichen Jahr seiner Gründung die „Kaufman Astoria Studios“ in New York übernahm. Bis ins Jahr 1971 wurden in den Astoria Studios weit über 2.500 Filme produziert, darunter auch die in den USA berühmte Fernsehsendung „The Big Picture“, die von 1951 bis 1964 ausgestrahlt wurde.

Während der „United States Army Signal Corps Army Pictorial Service“ eine ureigene Angelegenheit der Bodentruppen der US-Armee war, ist die „First Motion Picture Unit“ auf Initiative der Luftwaffe entstanden. Zum Personal der First Motion Picture Unit, die später als „18th AAF Base Unit“ bezeichnet wurde, gehörten auch - ähnlich wie beim „Army Pictorial Service“ - viele Filmschaffende, die nach dem Zweiten Weltkrieg noch großen Erfolg haben sollten. Die Filmproduktion fand ursprünglich in den Studios von Warner Brothers in Burbank statt, wurde später in die „Vitagraph Studios“ nach Hollywood verlegt und schließlich in den „Hal Roach Studios“ in Culver City fortgeführt. Dieses Filmstudio im Großraum von Los Angeles umfaßte 14 Hektar Land, Lagerhäuser, Requisitenräume, Schnittplätze sowie Kostüm- und Maskenbildner-Abteilungen.

Film Crew First Motion Picture Unit Army Air Forces

Die „18th AAF Base Unit“ in den „Hal Roach Studios“ in Culver City wurde sehr bald als „Fort Roach“ bezeichnet. Das Salutieren der Vorgesetzten war freiwillig und die Diensthabenden nannten sich gegenseitig beim Vornamen. Die militärische Etikette war weniger formell als in den meisten anderen Einheiten der US-amerikanischen Armee. Es gab auch keine Kasernen, so dass es üblich war, dass die Filmschaffenden von zu Hause zur Arbeit pendelten. Trotz dieser sonderbaren Arbeitsatmosphäre hatte die „18th AAF Base Unit“ nie ihren militärischen Auftrag vernachlässigt, so dass neben Propagandafilmen nun auch Lehrfilme produziert worden sind. Der abendfüllende Film „Learn and Live“ war beispielsweise ein Hilfsmittel für die Pilotenausbildung, in welchem die zwölf häufigsten Flugfehler erörtert wurden, um junge Piloten von Beginn an mit korrekten Flugtechniken vertraut zu machen. Weitere fliegerische Lehrfilme waren „Land and Live in the Desert“, „Ditch and Live“ und „Land and Live in the Jungle“.

Ein besonders eindrucksvoller Film war „Resisting Enemy Interrogation“. In diesem Film wird auf dramatische Weise die Geschichte von zwei US-Piloten gezeigt, die in deutsche Gefangenschaft geraten sind und von Nazis verhört werden. Der Film soll angehenden Piloten bewußt machen, wie gerissen Verhöre verlaufen können und welche katastrophalen Folgen es haben kann, wenn sie ihr Schweigen brechen. Die Dialoge, die schauspielerischen Leistungen, die Kameraführung und die Musik sind auf Hollywood-Blockbuster-Niveau produziert worden, was sich auch in der Nominierung des Films für den Academy Award „Oscar“ im Jahre 1945 in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ widerspiegelte. Schlußendlich war die Kernaufgabe des Filmes weniger das hollywood-typische Entertainment, sondern vielmehr die Bewußtmachung, durchaus in Gefangenschaft geraten zu können und militärischen Verhören ausgesetzt zu sein.

Bei anderen Filmprojekten kam es darauf an, komplizierte technische Details auf Film zu bannen, so dass Piloten in die Lage versetzt werden konnten, schnell feindliche Flugzeuge zu identifizieren. Insbesondere jene Ausbildungsfilme, die mit erbeuteten Flugzeugen erstellt wurden, gehörten mitunter zu den wichtigsten Aufgaben, die für US-amerikanische Piloten erfüllt werden mußten. Aber auch Trickfilme und Animationsfilme waren ein wesentlicher und integraler Bestandteil der Arbeit in den Filmstudios. So sollten Piloten mit Hilfe von Zeichentrickfiguren, die Schubkraft, Schwerkraft und Luftwiderstand symbolisierten, das Fliegen von Flugzeugen erlernen. Eine weitere Trickfigur wurde geschaffen, um die Feinheiten der militärischen Tarnung zu vermitteln. Schließlich veranschaulichten die Zeichentrickfilme auf humorvolle Weise die häufigsten Fehler beim Laden und Schießen mit Waffen. So wurde „Trigger Joe“ zur Hauptfigur einer ganzen Reihe von Filmen, die zur Förderung der Schießausbildung dienten.

Hal Roach Studios in Culver City Los Angeles
US Army Air Force Training Film War Department
Zeichentrickfilme für die Kriegspropaganda
Comic-Figuren aus Schulungsfilmen für die US-Luftwaffe
First Motion Picture Unit Army Air Forces
Prinzip von Schubkraft, Schwerkraft und Luftwiderstand sowie Gravitation beim Fliegen

Eine der wichtigsten Aufgaben der Trickfilme war aber auch die Vermittlung von geographischem sowie topographischem Wissen. So wie es der US-amerikanischen Luftwaffe 1941 an Piloten fehlte, so fehlte es auch an Ortskenntnissen, Luftaufnahmen oder anderen Geheimdienstinformationen, um überhaupt sinnvoll die Flugplanung und Flugnavigation beherrschen zu können. Für den Luftkrieg gegen Japan entstand die streng geheime Filmreihe mit dem Codenamen „Special Film Project SFP-152“. In nur vierzig Tagen mußten die absolut ortsunkundigen Besatzungen der Boeing B-29 Superfortress Langstreckenbomber auf ihren Einsatz im Pazifik vorbereitet werden. Neben der Ortskenntnis fehlten Informationen über Flugrouten und Zieldaten, so dass in den zu produzierenden Filmen jede Landmarke, jeder Kontrollpunkt, jeder Ausgangspunkt und jeder Bombenabwurfpunkt, jedes Radarzentrum, jedes japanische Kriegsschiff in einem Hafen, jede Eisenbahnlinie, jedes Gebäude, jeder Wald und de facto jedes Reisfeld so dargestellt werden mußten, wie sie aus der Luft sowohl an einem klaren Tag mit bloßem Auge als auch bei bedecktem Himmel auf einem Radarschirm zu sehen sind.

Anstatt den Piloten und Besatzungsmitgliedern Luftfahrtkarten an die Hand zu geben, wurde nach umfangreichen Recherchen über die Topographie Japans ein Modell im Maßstab von 24 × 18 Metern gebaut, in welchem Zielgebiete mit Bergen, Gebäuden, Eisenbahnlinien und Reisfeldern angelegt waren. Die Filme wurden mit einer über Kopf montierten, motorisierten Kamera gedreht, um die Flugrichtung eines Flugzeuges über das Modell zu simulieren. Der Film sollte also das vermitteln, was eine Flugzeugbesatzung aus knapp 30.000 Fuß Höhe im Kampfeinsatz sehen würde.

IV. Special Film Project SFP-186

Nachdem die „First Motion Picture Unit“ mehr als 400 Propaganda- und Schulungsfilme produziert hatte, wobei viele Filme zunächst namenlos als „Film Project“ durchnummeriert waren, beauftragte General Henry H. Arnold nach der Kapitulation Deutschlands Owen Crump damit, das Ausmaß der durch Luftangriffe verursachten Schäden zu dokumentieren. Auch dieses Filmprojekt erhielt einen Codenamen, nämlich „Special Film Project SFP-186“.

Owen Crump und sein Team der „18th AAF Base Unit“ drehten mit damals hochmodernen 16-mm-Farbfilmkameras Hunderte von Stunden Filmmaterial, die nicht nur die Bombenschäden in europäischen Großstädten zeigen, sondern auch die Vernehmung ziviler und militärischer Angehöriger der Nationalsozialisten sowie die Eroberung des Konzentrationslagers Buchenwald durch US-amerikanische Soldaten dokumentieren. Neben zahlreichen Bodenaufnahmen, insbesondere von Berlin, entstanden auch Filmaufnahmen aus der Luft.

Um bei der gewünschten Masse an Filmmaterial nicht den Überblick zu verlieren, wurde vor jeder Filmaufnahme die klassische Filmklappe eingeblendet, auf der exakt zu sehen ist, welche „Camera Unit“ unter Leitung welchen Offiziers, welche Stadt und an welchem Datum gefilmt hat. Zusätzlich wurde auf der Filmklappe, die manchmal auch durch eine Filmdose ersetzt wurde, die genaue Bezeichnung der fortlaufenden Filmrolle versehen. Die nachstehenden Filmausschnitte (Standbilder) aus dem „Special Film Project SFP-186“ illustrieren, wie im Sommer 1945 in Berlin jede Filmszene begonnen hat.

Special Film Project SFP 186 - Clothier July 9 1945 Berlin
Special Film Project SFP 186 - Carter July 14 1945 Berlin
Special Film Project SFP 186 - Clothier July 12 1945 Berlin
Special Film Project SFP 186 - Captain Carter July 9 1945 Berlin
Special Film Project SFP 186 - Clothier July 10 1945 Berlin
Special Film Project SFP 186 - Captain Carter July 10 1945 Berlin

General Henry H. Arnolds Ansinnen bestand darin, das Filmmaterial für einen Dokumentarfilm in Spielfilmlänge zu verwenden, um heroisch zu präsentieren, wie die „United States Army Air Forces“, deren Oberbefehlshaber er war, den Krieg in Europa gewann. Da sich die Produktionskosten auf etwa eine Million US-Dollar beliefen und die USA durch den Pazifikkrieg bis zur Kapitulation Japans am 2. September 1945 noch in militärische Operationen zu Lande, zur See und in der Luft involviert waren, die schlußendlich mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki ihr jähes Ende fanden, lehnte die kriegsmüde gewordene US-amerikanische Regierung den Schnitt sowie die Fertigstellung dieses Dokumentarfilmes ab. Die Folge war, dass etwa 36.000 Meter belichtetes 16-mm-Farbfilmmaterial mit einer Gesamtlänge von 55 Stunden als „Confidential“ eingestuft wurde und in den Archiven des US-Verteidigungsministeriums sowie der US-Regierung eingemottet wurde.

V. 50 Jahre lang verschollen in Archiven

Viele Militärangehörige hatten die besondere und herausragende Funktion der „18th AAF Base Unit“ gelobt, die eben nicht nur mit der Filmproduktion, sondern auch mit der Ausbildung von Kameraleuten beschäftigt war. Kameraleute erhielten nicht nur eine Kampf- und Waffenausbildung, sondern lernten zudem, wie sie unter widrigen Bedingungen Filme in Kameras zu laden und sie gegebenenfalls vor Ort zu entwickeln haben. Sie wurden darin geschult, im Kriegsgebiet die Leistung feindlicher Flugzeuge zu dokumentieren oder im Kampfeinsatz hochwertige Filmaufnahmen aus der Luft zu drehen.

Kameramann im Flugzeug - Clifford Wright of Culver City, Motion pictures by aircraft - Photographs of American Military Activities 1945

Aus einem Verhör mit Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel wird berichtet, dass er zu Protokoll gegeben habe, wie entscheidend die Rolle der US-amerikanischen Filmproduktionseinheiten gewesen sei. Die Deutschen hätten alles perfekt berechnet, nur nicht die Geschwindigkeit, mit der die Alliierten ihr Volk für den Krieg ausbilden konnten. Die größte Fehleinschätzung der Deutschen hätte darin bestanden, dass sie die schnelle und vollständige Beherrschung der Filmerziehung der Amerikaner unterschätzt hätten. Doch selbst wenn Nachkriegsberichte von US-Veteranen oder von historischen Institutionen, wie beispielsweise der Smithsonian Institution, einer bedeutenden US-amerikanischen Forschungs- und Bildungseinrichtung, in der Rückschau immer wieder betonten, dass die Luftüberlegenheit der „United States Army Air Forces“ in Europa maßgeblich auf die von der „First Motion Picture Unit“ gelieferten Schulungsfilme zurückzuführen sei und dass es der „First Motion Picture Unit“ gelungen sei, Filme zu produzieren, von denen die meisten nach allen Maßstäben der Filmkunst, der Ausbildung und der Effektivität überlegen gewesen seien, sind die Leistungen der Filmschaffenden im Lichte der Geheimhaltungsfristen für staatliches Text-, Bild- und Filmmaterial nach dem Zweiten Weltkrieg zusehends in Vergessenheit geraten.

Während in vielen Ländern Gesetze herrschen, die der Geheimhaltung von staatlichen Unterlagen dienen und allgemeinhin als „Official Secrets Act“ bezeichnet werden, so beispielsweise der „Public Record Office Act“ im Vereinigten Königreich, gibt es in den Vereinigten Staaten von Amerika kein allgemeingültiges Gesetz für die Geheimhaltung und Geheimhaltungsfristen von Verschlußsachen in Form von Text-, Bild- und Filmmaterial. In den USA regelt das „United States Government Classification System“, also das Klassifizierungssystem der Regierung der Vereinigten Staaten, wie Dokumente staatlicher Institutionen zu behandeln sind. Jenes Klassifizierungssystem, das durch sogenannte „Executive Orders“, die vom US-amerikanischen Präsidenten unterzeichnet werden, kodifiziert ist, regelt insbesondere die Geheimhaltungsstufen von staatlichen Dokumenten. Die drei Geheimhaltungsstufen „Confidential“ (vertraulich), „Secret“ (geheim) und „Top Secret“ (streng geheim) werden in Abhängigkeit der nationalen Sicherheit von der US-Regierung und ihren Mitarbeitern eingestuft und basieren auf einer Szenario-Analyse desjenigen Schadens für die nationale Sicherheit, den die etwaige Freigabe der Verschlußsachen verursachen würde. Daneben gelten noch andere Gesetze, wie etwa der „Espionage Act“ von 1917, der „Atomic Energy Act“ von 1954 oder der „Intelligence Identities Protection Act“ von 1982.

Sowohl die aktuell gültige „Executive Order 13526“, die am 29. Dezember 2009 von Präsident Barack Obama unterzeichnet und am 5. Januar 2010 veröffentlicht wurde, als auch ihre Vorgängerversionen erlaubten stets einen gewissen Spielraum in der Auslegung, wie Dokumente von US-Behörden dem Grad ihrer Geheimhaltung nach behandelt und damit unter Verschluß behalten werden können. Allerdings räumte die „Executive Order“ auch Vorschriften ein, welche Fristen zur Geheimhaltung zu gelten haben. In den USA wird dies als „Deklassifizierung“, also als Aufhebung der Einstufung eines Dokuments und seine Freigabe zur öffentlichen Einsichtnahme bezeichnet.

So werden beispielsweise die automatische Aufhebung oder die systematische Aufhebung der Geheimhaltung unterschieden. Gegenwärtig muß eine US-Behörde, worunter auch das Militär zu zählen ist, ihre Dokumente systematisch nach 25 Jahren freigeben, es sei denn, sie fallen unter eine besondere Ausnahmeregelung, die wiederum in der „Executive Order“ aufgeführt ist. Verschlußsachen, die 25 Jahre oder älter sind, müssen von allen Behörden überprüft werden, die wiederum selbst ein Interesse an den sensiblen Informationen haben könnten. Erst dann erfolgt die Freigabe. Dokumente, die länger als 50 Jahre als Verschlußsache eingestuft worden sind und in aller Regel aus Unterlagen des Geheimdienstes sowie des Militärs bestehen, bedürfen einer Sondergenehmigung bzw. Sonderprüfung bevor sie freigegeben werden können.

Neben den „Executive Orders“ existiert auch noch der „Freedom of Information Act“, der am 4. Juli 1966 von Präsident Lyndon B. Johnson unterzeichnet wurde und im folgenden Jahr in Kraft trat. Er wurde in den Jahren 1974, 1976, 1986, 1996 und 2002 novelliert und ermöglicht die vollständige oder teilweise Offenlegung von Verschlußsachen, wenn die Öffentlichkeit die Freigabe beantragt und hinreichend begründet. Der „Freedom of Information Act“ garantiert nicht, dass Dokumente grundsätzlich freigegeben werden, sondern regelt lediglich die juristischen Verfahrensabläufe, wenn sich US-Behörden weigern, die Geheimhaltungsstufe von Dokumenten aufzuheben.

Meine Ausführungen über die Geheimhaltungsstufen und Freigaben sind deshalb so umfassend skizziert, weil wir uns vor Augen halten müssen, dass selbst nach 25 Jahren immer noch ein großer Spielraum für die US-amerikanische Regierung geschaffen worden ist, um Unterlagen, Bilddokumente und Filmmaterial unter Verschluß zu halten oder mit Hilfe von Sonderprüfungen weiterhin als geheim zu deklarieren.

Wenn staatliche Unterlagen freigegeben werden, wozu auch die Filmrollen aus dem „Special Film Project SFP-186“ gehörten, sieht das US-amerikanische Archivwesen vor, dass US-Behörden alle ihre Dokumente dem „National Archives and Records Administration“ zu übergeben haben, wo sie schlußendlich der Öffentlichkeit endgültig zugänglich gemacht werden. Da aber viele Ministerien und Behörden der USA nicht über solch große Archivkapazitäten verfügen, werden Verschlußsachen vorzeitig zur Aufbewahrung an das „National Archives and Records Administration“ übergeben und dort bis zum Ablauf der 25-jährigen Frist unter Verschluß gehalten.

Die Freigabe der Dokumente wird dann vom „National Archives and Records Administration“ in Zusammenarbeit mit jenen Behörden, von denen die Dokumente stammen, geprüft. Im Rahmen der oben erwähnten systematischen Aufhebung der Geheimhaltung wurde im Jahre 1972 erstmals ein großangelegtes Verfahren im „National Archives and Records Administration“ eingeführt, welches die Überprüfung, Sichtung, Einordnung, Katalogisierung und Freigabe von Dokumenten beinhaltete, die aus dem Zweiten Weltkrieg, dem Korea-Krieg und aus der amerikanischen Außenpolitik in den 1950‘er Jahren stammten. Seinerzeit lieferten die unterschiedlichsten US-Behörden und Militärarchive einen Umfang von knapp 650 Millionen Einzelseiten, so dass die Auswertung und Überprüfung einen Zeitraum von 1973 bis 1996 in Anspruch genommen hatte.

Anzumerken bleibt, dass das „National Archives and Records Administration“ von 1996 bis 2006 weitere über 1,1 Milliarden Einzelseiten an Archivmaterial, das von US-Behörden als geheim eingestuft war, überprüft und freigegeben hat. Außerdem wurde das Archivgut der sogenannten „Präsidentenbibliotheken“ aus dem Weißen Haus in Washington in das „National Archives and Records Administration“ übertragen, das mehr als 30 Millionen Verschlußsachen mit etwa acht Millionen Einzelseiten aus den Amtszeiten der Präsidenten Hoover bis Carter beinhaltete. Ferner wurden in den 1990’er Jahren Sonderprojekte zur Überprüfung und Freigabe von Dokumenten durchgeführt, die von außerordentlichem öffentlichem Interesse waren, wozu u.a. Unterlagen über Kriegsgefangene und NS-Kriegsverbrechen gehörten.

Ein Blick auf die Karteikarten, die sogenannten „Master Cards“ der Filmrollen des „Special Film Project SFP-186“ im Archivsystem des „National Archives and Records Administration“ läßt uns erkennen, dass die Filmrollen nach dem Zweiten Weltkrieg in ganz unterschiedlichen Archiven manchmal mit der Aufschrift „Unclassified“, aber meistens jedoch mit der Aufschrift „Restricted“ eingelagert wurden, beispielsweise in der „Army Air Forces Central Film Library“ oder im „United States Air Force Motion Picture Film Depository“. Nachdem in den 1960’er Jahren viele einzelne US-amerikanische Militärarchive aufgelöst und ihr Archivgut in das „National Archives and Records Administration“ überführt wurde, hatte es bis in die 1990’er Jahre gedauert, bis das Filmmaterial der First Motion Picture Unit katalogisiert und freigegeben worden war („Classification Cancelled“).

Special Film Project SFP 186 - CAN 9040 - Unclassified - USAF Motion Picture Film Depository
Special Film Project SFP 186 - CAN 9196 - Restricted - Army Air Forces Central Film Library
Special Film Project SFP 186 - CAN 9231 - Restricted - Army Air Forces Central Film Library

VI. Renaissance des historischen Filmmaterials

In den 1990’er Jahren waren es im deutschsprachigen Raum u.a. der Journalist Michael Kloft und die Dokumentarfilmerin Irmgard von zur Mühlen, die erste Fernsehbeiträge aus dem Filmmaterial des „Special Film Project SFP-186“ veröffentlichten. Maßgeblich sind hier die Dokumentationen „Das Dritte Reich in Farbe“, „Der Krieg in Farbe“ oder „Welche Farbe hat der Krieg“ zu nennen, die in Zusammenarbeit von SPIEGEL TV und der damaligen Chronos-Film GmbH als VHS-Videokassetten verkauft worden sind. Bislang ist unklar, ob Michael Kloft (SPIEGEL TV) sowie Bengt von zur Mühlen und seine Ehefrau Irmgard von zur Mühlen (Chronos-Film GmbH) selbst das Filmarchiv des „National Archives and Records Administration“ nach den Filmrollen des „Special Film Project SFP-186“ durchsucht haben, zumindest sind sie die Pioniere gewesen, die es geschafft haben, das Filmmaterial aus dem Zweiten Weltkrieg historisch aufzubereiten und kommerziell auszuschlachten.

Ohne kritisch wirken zu wollen, gilt es doch zu konstatieren, dass das Geschäftsmodell der Chronos-Film GmbH und der im Jahre 2001 gegründeten Chronos Media GmbH darauf basiert, ein privates Filmarchiv geschaffen zu haben, dass einige Millionen Meter Dokumentarfilmmaterial aus dem 20. Jahrhundert umfaßt, das durch Eigenproduktionen sowie durch Sammlung und Aufkauf anderer Filmarchive entstanden ist. Die Chronos Media GmbH vertreibt heute ihr zeithistorisches 35-mm- und 16-mm-Filmmaterial und befriedigt die bereits einleitend erwähnte Nachfrage von den meisten deutschen Fernsehproduktionsgesellschaften. Lobenswert ist, dass die Chronos Media GmbH ein Großteil der US-amerikanischen Filmrollen in den letzten Jahren mit modernster Technik in hochauflösender Videoqualität neu abgetastet hat. Weniger lobenswert ist der Umstand, dass bei jeglicher Neuveröffentlichung des Filmmaterials des „Special Film Project SFP-186“ vergessen wird, den wahren Hintergrund dieser historischen Filmdokumente historisch korrekt anzumerken. Weder Leid noch Opfer sollten mit den Bewegtbildern aus dem Zweiten Weltkrieg dokumentiert werden, sondern einzig und allein die heroische Überlegenheit der „United States Air Force“. Die Bewegtbilder waren und sind Propagandafilme der US-amerikanischen Streitkräfte, die im Englischen als „Motion pictures for the training, indoctrination and entertainment of the American Forces and their Allies“ gedreht worden sind.

Im Zusammenhang mit meinem eigenen Forschungsprojekt „Trolley Mission 1945“ habe ich mir über den sogenannten „Researcher-for-Hire-Service“ aus Washington Filmkopien von Luftaufnahmen aus dem „Special Film Project SFP-186“ kopieren lassen. Obgleich das „Special Film Project SFP-186“ nichts mit der „Trolley Mission“ zu tun hat, weil es sich um zwei völlig unterschiedliche militärische Missionen handelte, möchte ich mit diesen Filmaufnahmen aus der Luft meine Forschungsarbeit zusätzlich in Bewegtbildern illustrieren. So habe ich selbst Filmmaterial von Braunschweig, Bremen, vom Konzentrationslager Dachau, München, von den Opel-Werken Rüsselsheim, Pforzheim, Regensburg sowie Tübingen editiert, einer Farbtonkorrektur unterzogen und qualitativ überarbeitet.

VII. Anmerkungen zum Urheberrecht

Im „National Archives and Records Administration“ in Washington können unzählig viele Text-, Bild-, Ton- und Filmdokumente kostenlos recherchiert und vor Ort eingesehen werden. Das gesamte Archivgut beinhaltet ausschließlich Dokumente, die mit den Vereinigten Staaten von Amerika, ihren Behörden, ihrer Verwaltung, ihrer Außenpolitik sowie ihrer Armee zu tun haben. Dies betrifft aus europäischem bzw. aus deutschem Blickwinkel vornehmlich den Zeitraum des Ersten Weltkrieges und des Zweiten Weltkrieges sowie die Zeit des Besatzungsstatutes, das vom 10. April 1949 bis zur deutschen Wiedervereinigung und dem Inkrafttreten des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 15. März 1991 andauerte. De facto alles, was mit der US-Armee und Deutschland zu tun hatte, läßt sich im „National Archives and Records Administration“ wiederfinden, insofern die Unterlagen keiner Geheimhaltung unterliegen.

Ein weiterer Vorteil, den ambitionierte Forscher aus Deutschland wohlwollend berücksichtigen sollten, ist der urheberrechtliche Status dieser Archivdokumente. Es gilt nämlich der Grundsatz, dass Dokumente, Photographien und Filmaufnahmen grundsätzlich dann frei von Urheberrechten sind, wenn Sie von Angehörigen der US-amerikanischen Behörden oder der US-amerikanischen Armee in Ausübung ihres Dienstes erstellt worden sind. Diese Dokumente gelten dann grundsätzlich als gemeinfrei - besser bekannt als „Public Domain“. Ein Photo, das von einem Presseoffizier der US-Armee im Zweiten Weltkrieg erstellt worden ist, kann ohne Verletzung des Urheberrechtes publiziert werden. Freilich gehört es zum korrekten wissenschaftlichen Arbeiten, dass Autor und Provenienz des Photos genannt werden. Aber ein Photo, das von einem Kriegsberichterstatter im Zweiten Weltkrieg erstellt wurde, der nicht Angehöriger der US-Armee war, genießt vollumfänglich jeglichen Urheberrechtsschutz und darüber hinaus andere Leistungsschutzrechte und darf nicht ohne Genehmigung des Urhebers verwendet werden.

Da ich in diesem Beitrag erschöpfend und ausführlich darauf hingewiesen habe, dass das „Special Film Project SFP-186“ von der „First Motion Picture Unit“ bzw. von der „18th AAF Base Unit“ produziert worden ist, handelt es sich also um Filmdokumente, die von Angehörigen der US-amerikanischen Armee in Ausübung ihres Dienstes erstellt worden sind. Das gesamte „Special Film Project SFP-186“ gilt damit als gemeinfrei.

Für Interessierte gibt es nun zwei Möglichkeiten, Filmmaterial aus dem „Special Film Project SFP-186“ zu akquirieren. Die erste Methode besteht darin, selbst im „National Archives and Records Administration“ in Washington zu recherchieren oder über den „Researcher-for-Hire-Service“ freie Mitarbeiter auf Honorarbasis zu engagieren, um Filmmaterial recherchieren zu lassen. Das gewünschte Filmmaterial kann dann über den Kopier- und Digitalisierungsservice des „National Archives at College Park“ gegen Bezahlung der technischen Kopiergebühren eingekauft werden. Die Nutzung ist dann schließlich lizenzfrei möglich. Die zweite Methode besteht darin, Filmmaterial über sogenannte „Footage-Agenturen“ in den USA oder über die Chronos Media GmbH in Deutschland zu erwerben. Hierbei gilt es zu beachten, ob dann nicht etwaige Bearbeiterurheberrechte für Schnitt, Vertonung, Formatumwandlung von 4:3 in 16:9, Farbkorrektur, etc. zu berücksichtigen sind. Gegen Zahlung einer entsprechend hohen Lizenzgebühr kann das Filmmaterial in Form von hochauflösenden Videodateien eingekauft und für neue Fernsehdokumentationen verwendet werden.

Dass mein bescheidenes Filmarchiv der oben genannten Städte (Luftaufnahmen) als dritte Möglichkeit besteht, Filmmaterial aus dem „Special Film Project SFP-186“ zu akquirieren, ist im Lichte des ursprünglichen 16-mm-Farbfilmmaterials mit einer Gesamtlänge von 55 Stunden nicht wirklich erwähnenswert.

Ich habe mich weniger auf das „Special Film Project SFP-186“, sondern vielmehr auf die „Trolley Mission 1945“ konzentriert, bei der ganz andere Umstände in der Forschung zu berücksichtigen sind. Auch wenn es Soldaten der „US Air Force“ bzw. „Royal Air Force“ waren, die bei den „Trolley Missions“ über Deutschland mitgeflogen sind und Luftbilder erstellt haben, sind diese erstens freiwillig mitgeflogen (keine Ausübung des Dienstes) und haben zweitens, wenn sie denn überhaupt über eine eigene Kamera verfügten, Luftbilder als private Photographien erstellt (kein Dienstbefehl). Folglich unterliegen diese Luftaufnahmen nicht der Gemeinfreiheit. Weiterhin lassen sich im „National Archives and Records Administration“ gar keine Luftaufnahmen der „Trolley Mission“ finden, sondern müssen durch mühevolle Suche bei US-amerikanischen Veteranenverbänden sowie durch Anfragen bei Hinterbliebenen der im Zweiten Weltkrieg kämpfenden Soldaten recherchiert werden. Gerade diese mühselige und zeitraubende, aber zugleich reizvolle Such- und Recherchearbeit führe ich seit vielen Jahren durch.

Hinzukommt im Zusammenhang mit der „Trolley Mission“, dass Luftbilder als Schwarz-Weiß-Foto oder als Negativfilmstreifen vorliegen, die zum einen noch digitalisiert werden müssen und zum anderen noch korrekt zu identifizieren sind. Häufig sind Luftbilder der „Trolley Mission“ gar nicht oder nur unzureichend beschriftet, so dass für mich eine weitere Herausforderung darin liegt, die unbekannten Städte und Gebäude nachträglich zu identifizieren. Bei den Luftaufnahmen der „Trolley Mission“ gelten auch völlig andere urheberrechtliche sowie leistungsschutzrechtliche Bedingungen. So habe ich für jedes Luftbild, das in meinem Forschungsprojekt publiziert wird, das exklusive Nutzungsrecht entweder bei den Urhebern selbst sowie bei deren Familien oder bei den Veteranenvereinigungen gegen Geldspenden oder Zahlung eines Pauschalbetrages lizensieren lassen.

VIII. Zusammenfassung

Einerseits entstand das militärische Filmwesen der USA aus der Problematik zum Jahreswechsel 1941/1942, dass die noch nicht wirklich vorhandene US-amerikanische Luftwaffe zu einer der schlagkräftigsten der Welt ausgebaut werden mußte, denn die USA mußten einen Luftkrieg an zwei Fronten führen, die noch dazu auf den entgegengesetzten Seiten des Globus angesiedelt waren, nämlich in Europa sowie in Asien. Während die US-amerikanische Luftfahrtindustrie Zehntausende neuer Flugzeuge für die Luftwaffe herstellte, brauchte General Henry H. Arnold Piloten, die sie auch fliegen konnten. Die Kriegspropaganda sah daher zunächst vor, wirkungsvolle Rekrutierungsfilme und danach Schulungsfilme zu produzieren, um all diese neuen Rekruten und Piloten so schnell wie möglich zum Fliegen und zum Kampfeinsatz zu bringen. Andererseits mußten Propagandafilme für die US-Armee gedreht werden, um die Streitkräfte bei der amerikanischen Bevölkerung bekannt zu machen, die schließlich dem Kriegseinsatz in Europa nur widerwillig zustimmte.

Dass für die Kriegspropaganda Filmschaffende aus Hollywood, allen voran die Warner Brothers Filmstudios, beauftragt worden sind, dürfte eine besondere Ausnahme sein, obgleich Warner Brothers bereits vor dem Angriff auf Pearl Harbor Propagandafilme für das Militär gedreht hatte. Ein weiterer Sonderfall - zumindest einzigartig in der Militärgeschichte der USA - ist der Umstand gewesen, dass Warner Brothers mit der Vielzahl der notwendigen Filmproduktionen überfordert war, so dass Filmschaffende aus Hollywood nach einer mehr oder weniger schmalspurigen militärischen Grundausbildung mit dem Dienstgrad eines Offiziers in eine eigens eingerichtete Militäreinheit, nämlich die „18th AAF Base Unit“ bzw. „First Motion Picture Unit“ rekrutiert worden sind.

Im eigens eingerichteten Hollywood-Militär-Filmstudio, den „Hal Roach Studios“ in Culver City, wo einst die Filme von Stan Laurel und Oliver Hardy gedreht wurden, die in Deutschland besser unter dem Titel „Dick & Doof“ bekannt sind, entstanden weit über 400 Filme zur militärischen Indoktrination und Propaganda. Von Culver City aus flogen die speziell ausgebildeten Kameraleute an alle Fronten, um den Zweiten Weltkrieg zu dokumentieren. Die Kameraleute, die in sogenannten „Combat Camera Units“ eingeteilt waren, mußten nicht nur den gleichzeitigen Umgang mit Maschinengewehren und ihrer Kameraausrüstung beherrschen, sondern erlebten auch alle Arten von Gefechten zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Die gleichen Kameraleute und filmschaffenden Hollywood-Offiziere waren es schließlich auch, die das „Special Film Project SFP-186“ im Jahre 1945 durchführten. Der Zweck von 55 Stunden Filmmaterial, das Europa und insbesondere Deutschland in Schutt und Trümmern liegend dokumentiert, entspricht wohl kaum der heute häufig genutzten Begründung, nämlich den Wahnsinn eines Krieges in Bewegtbildern zu präsentieren. Es war definitiv die filmische Heroisierung der Überlegenheit der von General Henry H. Arnold geführten US-amerikanischen Luftwaffe im Kampf gegen das sogenannte „Nazi-Deutschland“. Die Hauptaufgabe des militärischen Filmwesens der USA war schlicht und einfach „to produce motion pictures for the training, indoctrination and entertainment of the American Forces and their Allies“. Das, was einst Leni Riefenstahl mit ihren Filmen „Der Sieg des Glaubens“, „Triumph des Willens“ oder „Tag der Freiheit! Unsere Wehrmacht“ für die nationalsozialistische Filmpropaganda erschuf und in der Kriegsberichterstattung mit dem „Sonderfilmtrupp Riefenstahl“ gipfelte, geschah mehr oder weniger spiegelbildlich auch in den USA.

Meine Ausführungen sollen mit einem Zitat von Kurt Tucholsky enden, der in einem Beitrag für die Zeitschrift „Die Weltbühne“ (Ausgabe Nr. 41 vom 11. Oktober 1927, S. 555 ff.) unter dem Titel „Über wirkungsvollen Pazifismus“ die nachstehenden Worte veröffentlichte: „Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg; man drehe diesem Kram den Rücken oder bekämpfe ihn aktiv. Auch wohlwollende Zuschauer sind Bestärkung.“

IX. Quellen- und Literaturverzeichnis

Academy of Motion Picture Arts and Sciences (Hrsg.), An oral history with Owen Crump interviewed by Douglas Bell, Printed Transcript, Series Oral History Program, World War, 1939-1945, Beverly Hills, CA, 1994

Betancourt, Mark, World War II - The Movie, When the U.S. Army Air Forces needed 100,000 men to volunteer General Hap Arnold recruited Hollywood, Smithsonian Air & Space Magazine, National Air and Space Museum, Washington, 2012

Cunningham, Douglas, Imaging/Imagining Air Force Identity, Hap Arnold, Warner Bros. and the Formation of the USAAF First Motion Picture Unit, The Moving Image, Vol. 5, No. 1, S. 96-124, 2005

Lenz, Markus, Die Trolley Mission der US-amerikanischen Luftwaffe vom 7. bis zum 12. Mai 1945, Historische und bislang unveröffentlichte Luftbilder deutscher Städte und Industriebauten im Zweiten Weltkrieg, Frankfurt am Main, 2014

Filmausschnitte (Standbilder) Berlin: Motion Picture Films from the „Special Film Project“ Program Series, 1945, Record Group 18, Records of the Army Air Forces, National Archives Identifier 5768, War Department, Army Air Forces, National Archives and Records Administration

Winning Your Wings: Propaganda, Information and Documentary Motion Pictures, 1942-1945, Record Group 208, Records of the Office of War Information, 1926-1951, National Archives Identifier 38744, Office for Emergency Management, Office of War Information, Overseas Operations Branch, New York Office, News and Features Bureau, National Archives and Records Administration

Ronald Reagan: Captain Ronald Reagan Working at His Desk for First Motion Picture Unit in Culver City California, 1943-1944, Reagan White House Photographs, White House Photographic Collection, National Archives Identifier 75857133, President Reagan (1981-1989), White House Photographic Office, National Archives and Records Administration

Film-Crew in Uniform: First Motion Picture Unit, Army Air Forces, Training Films, 1930-1945, Record Group 111, Records of the Office of the Chief Signal Officer, 1860-1985, National Archives Identifier 5691111, War Department, Office of the Chief Signal Officer, National Archives and Records Administration

Filmausschnitte (Standbilder) Animation- und Zeichentrickfilme: Training Films, 1930-1945, Record Group 111, Records of the Office of the Chief Signal Officer, 1860-1985, National Archives Identifier 6050215, War Department, Office of the Chief Signal Officer, National Archives and Records Administration

Kamermann im Flugzeug: Clifford Wright of Culver City, California, U.S. Army Signal Corps Photographer, shoots motion pictures of supplies being dropped by aircraft, Photographs of American Military Activities, 1918-1981, Record Group 111, Records of the Office of the Chief Signal Officer, 1860-1985, National Archives Identifier 531315, War Department, Army War College, Historical Section, National Archives and Records Administration

Karteikarten: Army Air Forces Central Film Library, United States Air Force Motion Picture Film Depository, Coverage of Activities in the European Theater of Operations, Motion Picture Films from the „Special Film Project“ Program Series, 1945, Record Group 18, Records of the Army Air Forces, National Archives Identifier 5770, War Department, Army Air Forces, National Archives and Records Administration

Filmausschnitte (Standbilder) Braunschweig, Bremen, Dachau, München, Pforzheim, Regensburg, Rüsselsheim und Tübingen: Motion Picture Films from the „Special Film Project“ Program Series, 1945, Record Group 18, Records of the Army Air Forces, National Archives Identifier 5768, Filmrolle 9511 + 9517, War Department, Army Air Forces, National Archives and Records Administration

Luftfahrthistorische Forschung

Ich stehe als Sachverständiger für Museen, Bibliotheken, Staats- und Landesarchive, Senatsverwaltungen, Unternehmen sowie Architektur- und Ingenieurbüros auf Honorarbasis zur Verfügung, um Auftrags- und Forschungsarbeiten, die sich vornehmlich mit der Luftfahrt und ihrer Geschichte, mit Luftbildsammlungen oder mit der Auswertung und Analyse historischer Aufnahmen beschäftigen, durchzuführen. Ausführliche Informationen über meine Leistungen finden Sie in der Rubrik „Luftfahrthistorische Forschung“ auf dieser Internetseite.

Private und staatliche Institutionen können meine professionelle Unterstützung anfordern, wenn es um die Beschaffung, Digitalisierung, Analyse und Auswertung historischen Luftfahrtmaterials und alter Luftbildbestände geht. Häufig umfassen meine Arbeiten auch das Aufspüren von Primärliteratur, das Erarbeiten von Bibliographien sowie das Anfertigen von Sachstandsberichten für spezifische Projekte. Darüber hinaus biete ich auch Dienstleistungen an, die eng mit der Digitalisierung von Bildbeständen verbunden ist, beispielsweise die elektronische Bildbearbeitung (Belichtungskorrekturen, Tonwertkorrekturen, Farbkorrekturen, etc.). Bildarchive können somit ihren Bestand zur Bearbeitung an mich auslagern und kostengünstig optimieren lassen.